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Xaro vom Bruch als Welpe
Xaro
Bildergalerie
DK-Zwinger vom Bruch / Welpen
Xaro vom Bruch ist ein stattlicher brauner Deutsch Kurzhaar Rüde des
Zwingers "von Bruch", er wurde im Januar 2006 gewölft. Aus dem Zwinger
"vom Bruch" (von Herbert Magenheimer) ist er einer von neun Welpen aus dem X-Wurf.
Die Ahnentafel verspricht viel Gutes,
Vater Heiko
vom Osterberg (ZK-Nr. 0697/01, D1, S1, IKP1, VGP1, VBR, BOB, BOG,
CACIB, WS, HN, Fw. V ) und
Mutter Quinta vom Bruch (ZK-Nr. 0394/99,
D1, VJP71, HZP177, AZP1, VGP1, Fw. SG) sind die stolzen Eltern.
Mitte März ist er nun endlich gekommen und entdeckt jeden Tag ein
kleines Stück von der spannenden Welt. Die ersten spielerischen
Übungen von Sitz, Ablegen, über Kämpfe mit Sauschwarten, Spiele mit
der Reizangel und Fuchsapportierbock bis hin zur ersten
Futterschleppe hat er bereits hinter sich.
Jeden Tag kommt ein Stück hinzu und es ist eine Freude, ihn dabei zu
fördern oder einfach zu begleiten und anzuschauen.
Seit April gibt es kleine Welpenspieltage mit der zwei Tage jüngeren
Wachtel Freya und einem Magyar Vizsla; hier wird ordentlich getobt,
aber nicht selten finden hier auch die ersten kleinen spielerischen
Kämpfe statt, bevor alle erschöpft in den wohl verdienten Welpenschlaf
fallen.
Der kleine Gehorsam klappt langsam immer besser. Zudem ist der junge
Deutsch Kurzhaar so gut wie stubenrein, was Frauchen natürlich
besonders freut. Herrchen ist besonders stolz auf Xaros hervorragende
Leistungen bei den Futterschleppen, die nun schon über 40 Meter lang
sind und mehrere Haken aufweisen. Zwar ist er noch etwas zu hektisch
in der Ausarbeitung, aber eine tiefe Nase, Ausdauer und Finderwille
versprechen viel Gutes...
Im Monat Mai festigen sich seine Leistungen immer mehr. Die
Futterschleppen sind über 80 Meter lang; zudem hat er schon die ersten
präparierten Nachsuchen (gezogenes erlegtes Wild) erfolgreich hinter
sich gebracht. Der kleine Gehorsam sitz nun fest, seine Ausdauer beim
Ablegen geht über 8 Minuten hinaus. Voller Freude habe ich seine
Wasserpassion beobachtet. Ohne Kompromisse geht er (am Anfang noch
zögerlich) nun auch ins tiefe Wasser um zu apportieren. Beim
Zurückstrampeln steht er noch fast senkrecht im Wasser - was recht
lustig ausschaut, aber das wird sich bestimmt schon bald geben. Nach
einigen Übungen auf dem Schießplatz möchte ich nun sagen, dass Xaro
jetzt schon Schussfest ist. Ich habe ihn bereits bei zwei Ansitzen
mitgeführt und im Hochsitz abgelegt. Beim Schussknall äugte er nur
kurz hoch und schlief dann weiter.... ich war begeistert.
Später, nachdem ich ihn ca. 20m an das erlegte Stück herangeführt
hatte, suchte er eifrig und führte mich zum gestreckten Wild. Mächtig
stolz kehrten wir beiden heim. Obwohl er jetzt im Zahnwechsel ist,
geht er mit seiner Umwelt sehr human um.... und spielt lieber mit Groß
und Klein, Mensch und Hund, - als Herrchen die Wohnung zu
ruinieren..... wir freuen uns auf die nächsten Tage!
Xaro vom Bruch als
Jungrüde
(zur Bildergalerie)
Xaro ist jetzt sechs Monate, der Zahnwechsel ist abgeschlossen; aus
dem Jagdhundewelpen ist ein Junghund geworden. Mittlerweile wiegt er
über 25 kg, bei einer Widerristhöhe von ca. 63 cm. Ein glänzendes
Fell, eine sehr gut ausgebildete Muskulatur, stimmige
Körperproportionen und zunehmend edle Züge prägen sein
Erscheinungsbild, - ein wahrer Prachtkerl. Kontinuierlich wird am
Gehorsam (Sitz, Ablegen, - bleib, -warte, Down usw.) gefeilt, vieles
klappt ausgesprochen gut.. nur manchmal versucht der junge
Deutsch-Kurzhaar Rüde seinen Kopf durchzusetzen, - dem gilt es
konsequent Einhalt zu gewähren. Fast täglich arbeiten wir an der
Ausbildung
zum brauchbaren Jagdhund. Vieles wird spielerisch erlernt, ab und an
wird und muss jedoch mit Nachdruck gearbeitet werden, so z.B. beim
Zwangsapport. Zahlreiche Revierfahrten und Ansitze hat Xaro bereits
hinter sich; mal war er mit auf dem Hochsitz, mal unter dem Hochsitz
abgelegt, mal blieb er im Auto. So soll es auch bleiben, - alle
Varianten möchte ich später nutzen können, je nach Jagdsituation. Bis
zum heutigen Tag hat er Bekanntschaft mit den wichtigsten Wildarten
gemacht, einige konnte er erfolgreich nachsuchen; Schweißarbeit macht
ihm sichtlich Freude. Aber auch über das Leben als Jagdhund hinaus
gibt es nur Gutes zu berichten. Ausgeprägte Kinderliebe (bis zum
Säugling) kann man dem Halbstarken nachsagen; seine Ausgeglichenheit
ist sehr sehr angenehm. Aber Trägheit kann man ihm auf keinen Fall
unterstellen: ab und an dreht er richtig auf, tobt und spielt wie ein
Weltmeister. Sehr positiv ist auch sein Wachinstinkt zu erwähnen; hier
entgeht ihm fast nichts, zuverlässig wird angeschlagen - so mag ich
es, besonders wenn er fein differenziert zwischen Ansitz / Revier (wo
er mich schon das ein und andere mal auf Wild ruhig aber bestimmt
aufmerksam gemacht hat) sowie Haus & Hof (wo er in tiefer Stimmlage
verkündet: hier wache ich, - Xaro vom Bruch).
Bis zum siebten Monat hat sich Xaro prächtig weiterentwickelt, seine
Schulterhöhe beträgt jetzt fast stattliche 66 cm. Zur Zeit legt der junge
Deutsch-Kurzhaar kräftig an Muskelmasse zu. Mit seinen 30
kg und purer Energie gleitet und springt er elegant über Wiesen, Stock
und Stein. Auch bei der Wasserarbeit zeigt er Passion; nach
anfänglichen "Raddampfer"-Versuchen im Welpenalter schwimmt er nun
ruhig und ausdauernd. Bei der Ausbildung konzentriere ich mich darauf,
den Apport zu verfestigen; zusätzlich werden natürlich alle bisherigen
Elemente der Jagdhundeausbildung regelmäßig im Revier und daheim
wiederholt um sie zu verinnerlichen. Generell kann man aber sagen,
dass die sehr spielerischen Aspekte zunehmend einen ernsteren Anstrich
bekommen. Eine starke Hand ist bei Xaros Temprament und Kopf
erforderlich, - aber ausgiebig gespielt und getobt wird natürlich
weiter.
Xaro ist im zehnten Monat zu einem großrahmigen Kerl herangewachsen.
Zwar hat er noch längst nicht seine endgültige Masse erreicht, doch
schon heute ist er mit über 33kg ein wahres Kraftpaket. Jagdlich ist
er recht viel im Einsatz und sammelt dabei immer wieder neue
Erfahrungen, - vor allem bei der Nachsuche. In der Ausbildung
unterstütze ich dies mit künstlichen Fährten und Schleppen. Durch
viele Übungen auch im Revier, wird der Deutsch-Kurzhaar nun nach und
nach auf die erste Prüfung - Derby - vorbereitet.
Heute ist Xaro ein Jahr alt geworden; zu
seinem Ehrentag wurde heute frisch gekocht.... das Hasenkeulengulasch
mit Reis und Brokkoli hat ihm soooo gut geschmeckt.....!
In Menschenjahre umgerechnet, ist er nun im achten Lebensjahr - also
immer noch ein Kind. So benimmt er sich auch noch, er ist sehr
verspielt und sprüht vor unbändigem Tatendrang. Aber in seinen ersten
zwölf Lebensmonaten hat er viel dazugelernt, auf das wir alle Stolz
sein können. Mit seinen derzeit 34 kg hat er bestimmt noch nicht das
Ende erreicht, denn obwohl er wohl seine maximale Größe bereits hat,
wird er bestimmt noch ordentlich an Masse & Breite zulegen. Es liegt
ein ereignisreiches Jahr hinter uns, aber ein noch aufregenderes wird
kommen. Im April steht die Derby Prüfung an, im Spätsommer dann die
Solms Prüfung und zudem soll die jagdliche Brauchbarkeit erlangt
werden. Die VGP heben wir uns wohl für 2008 auf. Damit Xaro auf all
dies gut vorbereitet ist, üben wir ständig fleißig weiter.
Es ist der 21. April 2007, - der Tag der Derby-Prüfung
Bilder
zur Derby-Prüfung hier!
Einiges
habe ich im Vorfeld mit Xaro geübt, aber welche Leistungen kann und wird er heute zeigen?
-
Morgens um halb sechs klingelt der Wecker. Um bei Xaro etwas die
Energie abzubauen, geht es im Dämmer- und frühen Morgenlicht zum Joggen
in den nahe gelegenen Wald. Puh sind wir beide noch müde, aber
nach ein paar Metern in der kühlen Luft geht es wunderbar voran.
-
Das Fressen fällt für den jungen DK heute sparsam aus - soll doch der
Finderwille nicht unter einem vollen und satten Magen später leiden.
Dann geht es um kurz vor sieben los ins Auto zum Suchenlokal.
-
Kurz vorher lasse ich den Hund nochmal raus, dass er sich lösen kann
und sich
auf
einer nahegelegenen Wiese austobt. Dann kommt
er nochmal in den Kofferraum und ich begebe mich in die Sporthalle, wo man sich
vorher sammelt. Zwar gibt es sogar ein Frühstücksbuffet, mir ist
jedoch gar nicht nach Essen zumute. Den anderen sechs Hundeführern
geht es nicht viel anders. Nach ca. 30 Minuten werden endlich die
Jagdscheine, Ahnentafeln und Impfausweise kontrolliert; danach geht es
nach draußen. Hier werden nach und nach alle Hunde untersucht: Gebiss
und Hoden werden unter die Lupe genommen und hier beginnen bei zwei
Hunden schon die Probleme: Fang lässt sich nicht öffnen, - Hund jault
und kneift die Rute ein. Beim Zweiten fehlen zwei Zähne -
Zuchtausschluss .... oh man, - hoffentlich klappt es bei mir: "Xaro
von Bruch" - wird laut aufgerufen. .... so mein Hund nun gilt es.
"Sitz"
und dann die Zähne auseinander. Die vielen Leute und Hände um ihn
herum verwirren den DK ein wenig, aber alles kein Problem; der Fang ist
weit offen und alles bestens. Hoden sind auch da - puh erste Hürde
genommen. Nachdem die restlichen Hunde untersucht worden sind, teilen
wir uns in zwei Gruppen auf; mit Xaro sind noch zwei weitere Rüden in
unserer Gruppe, jedoch bin ich der einzige Erstlingsführer...
-
Nach einer kurzen Autofahrt biegen wir in das Revier ein, - weite
Felder, Wiesen und Äcker liegen vor uns, - zur einen Seite beginnt
hinten ein Industriegebiet. Der erste Hund ist dran, - darf sich erst einmal frei bewegen und auslaufen, - tut er aber nicht. Auch als
die Quersuche beginnt, ist er eher nur am Rumschnüffeln um zu markieren
als zu suchen. Gehorsam und Führigkeit lassen stark zu wünschen übrig.
Aber irgendwie bekommt er dann doch den Dreh und aufmal läuft alles
gut; an einer Brombeerhecke steht er gut vor; auch die Schußfestigkeit
klappt. Nun ist Xaro an der Reihe: Auf dem ersten Acker läuft er sich
kurz ein, danach hole ich ihn zu mir. "Bei Fuß" geht es zur Feldkante.
Dort nehme ich ihm das Halsband ab und lasse ihn zur Beruhigung einige
Sekunden sitzen. Dann folgt der Befehl "suuuuch voran" und ich schicke
ihn mit einer ausholenden Armbewegung in das grüne Feld. Immer wieder
hält er Sichtkontakt. Am Anfang - noch öfter mit erhobener Nase -
sucht er den Acker ab; später immer mehr mit tiefer Nase. An den
Rändern gebe ich ihm Sichtzeichen zur "Wende", vereinzelt unterstützt
mit einem kurzen aber scharfen Pfiff. So geht es langsam in die Tiefe
und ich bin recht zufrieden mit seiner Führigkeit. Zum Vorstehen kommt
er allerdings nicht, - entweder mangels Wild, oder weil er es ggf.
überläuft.
-
Während Xaro weiter quersucht, muss ich nun zwei Schrotschüsse
abgeben. Xaro hält kurz inne, blickt umher, - dann mich an und setzt
unverzüglich die Suche fort. Keine Anzeichen für Angst oder Scheu.
Dies habe ich auch nicht anders erwartet, denn schon des Öfteren habe
ich mit ihm gepirscht und in seiner direkten Nähe selbst
Büchsenschüsse auf Wild abgegeben, ohne dass es ihn berührt hat.
Schussfestigkeit Bestanden!
-
Die Prüfer brechen ab, geben mir das Sichtzeichen zum Anleinen. Im
Nachbarfeld hat man Hühner einfallen sehen, auf die wir Xaro zwecks
Vorstehen ansetzten wollen. Als wir das Feld umschlagen haben, schicke
ich Xaro voran. Es zieht ihn immer wieder in den Rapsacker sind die
Rebhühner dort hineingelaufen? Wir können es nicht feststellen... so
muss ein weiteres Feld und Wiesenstück aufgesucht werden um den
Nachweis des Vorstehens bringen zu können. Wieder arbeitet der Hund
freudig, - ist aber aufmal verschwunden: Doppelpfiff: ...da kommt er
fix zurückgelaufen; ein kurzes Lob und weiter.... nur kein Vorstehen:
Mist - denke ich und werde langsam nervös.... die Prüfer beruhigen und
geben viel Zeit....
Am nächsten bestellten Acker sucht Xaro unermüdlich weiter. Plötzlich
gehen seitlich vor ihm zwei Hühner hoch, da er allerdings schon in der
anderen Richtung unterwegs war, bekommt er das nicht mit - verdammt!
Pfiff, mein Hund dreht gegen den Wind und geht nun direkt auf den
Platz zu, an dem die Hühner gerade gesessen haben müssen - und
.... er steht vor: 21, 22, 23, 24, 25, 26 Yesss! Nach
einigen Sekunden gehe ich langsam voran und trage ihn ab....
-
Die erste Pause steht an; - während wir etwas essen und trinken, sind
die Hunde etwas abseits abgelegt und müssen Ruhe halten. Dies klappt
bei allen perfekt, - na dass kann der Kleine ja auch perfekt, denn
dies wurde schon im Welpenalter vor dem Fressnapf geübt.
-
Der dritte Hund im Bunde, welcher zuvor sehr gute Leistungen gezeigt
hatte, hat leider immer noch Probleme mit dem Vorstehen. Er muss eine
Extrarunde einlegen, während wir in der Mittagssonne etwas ausspannen
können. Dann endlich steht der zweite und letzte Durchgang an.
Nochmaliges Suchen und Vorstehen. Ich trage den Hund an eine Stelle,
wo 2 Rebhühner gesichtet worden sind und schicke ihn.... es dauert
nicht lang, da nimmt er Witterung auf und steht abermals wie eine Eins
vor. Zur Salzsäule erstarrt, ein Vorderlauf angehoben. Die Prüfer sind
total überzeugt..... geschafft.... viel Lob für den Hund und ich habe
ein breites zufriedenes Grinsen auf dem Gesicht.
Es ist vollbracht; nachdem die drei Prüfer kurz beraten haben,
bekommen wir die Ergebnisse noch bei Sonnenschein unter freiem Himmel
im Feld mitgeteilt: Xaro hat beim Derby den ersten Preis errungen und
in allen Fächern die Höchstpunktzahl: Nase 4, Suche 4, Vorstehen 4,
Führigkeit 4, Gehorsam 4. Zudem wurde er (und sein
Herrchen) besonders gelobt für hervorragende Leistungen speziell in
Bezug auf Führigkeit & Gehorsam und als inoffizieller Gruppensieger
gekürt. Im Anschluss geht es ins Lokal zur offiziellen Ehrung mit
Urkunde und einer riesigen Hundewurst zur Belohnung für jeden Hund -
denn es haben alle erfolgreich bestanden und die erste
Jagdhundeprüfung mit Erfolg hinter sich gebracht.
Bilder zur
Derby-Prüfung hier!
Schon bald nach der Derby-Prüfung und der folgenden, erfolgreichen
Zuchtschau für die Jugendklasse, beginnt die Ausbildung zur Solms.
Über den Sommer 2007 hinweg geht die Ausbildung mit dem 1,5 Jahre
alten Deutsch-Kurzhaar kontinuierlich weiter.
Neben vielen privaten Übungen nehme ich regelmäßig an der
Hundeausbildung vom
Ersten Frankfurter Jagdklub teil.
Trotz der guten Fortschritte die Xaro speziell bei der Quersuche, beim
Vorstehen und bei der Schweißarbeit macht, wird nach und nach
deutlich, das ich aufgrund von Revierübernahme, Jobwechsel und
Hochzeit diesen Sommer einfach leider zu wenig intensivst mit Xaro
üben kann, um sein volles Potential abzurufen. Daher entscheide ich
mich schweren Herzens dazu, die geplante Solms-Prüfung im September
nicht anzugehen, weil die Prüfung an der "lebenden Ente" nur einmalig
im Jagdhundeleben durchgeführt wird und die Bewertung dementsprechend
für alle folgenden Prüfungen "mitgenommen" wird. Um ihm hier die
Zukunft wegen einer nur durchschnittlichen Leistung nicht zu verbauen,
plane ich daher, ihn im nächsten Jahr auf der AZP zu führen und
anschließend direkt die VGP zu machen. Doch ganz ohne Prüfung geht
es
natürlich auch nicht, denn die Brauchbarkeit muss als
Revierpächter und aus versicherungstechnischen Gründen her. Also heißt
es, sich auf die allgemeine Brauchbarkeit zu konzentrieren. Der
veranschlagte Termin liegt im Oktober, daher nochmal drei Wochen für
das Training gewonnen. Zwischenzeitlich stellt sich mir die Frage, ob
es jetzt nicht auch reichen würde, nur die Brauchbarkeit für
Schalenwildreviere (gemäß PO LJV Baden-Württemberg) zu machen - ganz
ohne Wasser. Um die zu erlangen, wäre dann aber eine Übernachtfährte
für die Schweißarbeit notwendig. Um mir alle Optionen offenzuhalten,
melde ich allgemeine Brauchbarkeit mit Übernachtfährte bei der
Jägervereinigung Buchen an, - ich will mich erst am Tag der Prüfung
für die endgültige Variante entscheiden.
06. Oktober 2007 - Der Tag der Brauchbarkeits-Prüfung
Bilder zur
Brauchbarkeits-Prüfung hier!
Um 6 Uhr morgens klingelt der Wecker .... auf auf zum Suchenglück!
Xaro schläft noch zusammengerollt in seinem Hundebett, doch schon bald
bemerkt er, dass Herrchen seine Jagdsachen anzieht... und dass heißt:
Freude und mir nicht mehr von der Seite weichen, damit er auch ja
nicht vergessen wird. Um kurz vor 7 geht es auf die Autobahn nach
Walldürn zum Suchenlokal. Dort angekommen werden Impfpass, Ahnentafel
und Jagdschein kurz kontrolliert und man sitz noch ein paar Minuten
bei einem Kaffee zusammen. Währenddessen gehe ich nochmal in den Hof
und besorge mir aus einer Kühlbox das Schleppwild, ein Kanin, und die
Ente für die Wasserarbeit. Dies mache ich vor den Augen meines
Schützlings, den ich davor abgelegt habe. Nacheinander lege ich beide
Stücke vor ihn hin und gehe noch ein paar Schritte zurück, dann
"Apport!" Der junge DK geht zum Wild, bewindet es ganz kurz und nimmt
es dann auf um es mir korrekt zu bringen. Ich rüde ihn noch kurz an,
dann geht es zurück in den Wagen. Kurze Zeit später bricht die erste
Gruppe auf, - ich bin in der Zweiten. Da ich dummerweise heute mein
Handy vergessen habe, heißt es, sich den Wagen der Prüfer genau zu
merken und nicht aus den Augen zu verlieren... Wir fahren ein paar
hundert Meter und schon bald sind wir am Prüfungsgewässer angekommen.
Na toll - denke ich, gleich mit dem kritischsten Fach anzufangen hätte
ich mir nicht unbedingt gewünscht, aber was soll es - jetzt gilt es.
Nach einer kurzen Ansprache vom sehr netten und erfahrenen
Prüfungsleiter beginnen wir doch erst mit der Schleppe auf den
benachbarten Wiesen. Von den vier Hunden in meiner Gruppe bin ich Nr.
3. Als es eigentlich für Xaro und mich losgehen soll, möchte man die
Schleppen jedoch unterbrechen und mit der Wasserarbeit beginnen, da
für dieses Gewässer zeitliche Restriktionen hinsichtlich der Schüsse
gelten. Also doch... es beginnt das Stöbern nach der Ente im Schilf...
ich führe meinen Jagdhund zur Uferkante und schicke ihn mit "Such
voran!" ins Wasser. Dies macht er auch einigermaßen freudig, kehrt
jedoch nach ein paar Metern weiter hinten zurück ans Land und sucht
dort. Ich hole ihn herbei und schicke ihn erneut... er schwimmt ins
Schilf; ein kleiner Steinplatscher weckt seine Aufmerksamkeit und - er
findet die Ente, nimmt auf und bringt sie mir wie geübt: "fein mein
Hund, soooo ist recht" lobe ich ihn und ein Leckerli wird gerne
genommen. Erste Hürde geschafft denke ich.... aber die Zweite steht
kurz bevor. Doch, die Freiverlorensuche wird dazwischengeschoben. Ich
gehe mit dem Rüden mittig auf die Wiese und schicke ihn. Freudig sucht
er das Feld ab und nach kurzer Zeit wittert er die Ente, nimmt sie
auf, bringt sie mir und setzt sich vor mich hin, das Stück Wild im
Fang. Ich bin sehr zufrieden. Nun die Schussfestigkeit im Wasser, es
schlägt die entscheidende Minute. Wir gehen einen schmalen Pfad zum
Weiherrand, Xaro sitzt neben mir, die Halsung habe ich bereits
abgenommen. Die Flinte ist geladen und schon fliegt die Ente über
unsere Köpfe weit auf das offene Wasser. "Such verloren APPORT!" kommt
es scharf von mir - Xaro ist etwas unwillig aber mit etwas Druck
schwimmt er schließlich voran zur Ente. Auf dem Weg dahin der dumpfe
Schrotschuss: Kraawumm, die Gischt spritzt, Xaro schaut sich zu mir um
- es donnert ein "VORAN!" und er legt die letzte Strecke zum Flugwild
zurück und nimmt es auf. Freudig erwarte ich ihn und ich strahle, als
er mir die Ente korrekt ausgibt. Überschwänglich lobe ich ihn, - das
war die halbe Miete zur Brauchbarkeit.
Als Nächstes kommt die Schweißarbeit. Hier habe ich ein sehr gutes
Gefühl. Zwar habe ich die wegen der vielen Verleitfährten schwierigere
Übernachtfährte angemeldet, aber da auch das Wetter mit lauem Wind,
etwas Sonne aber feuchter Luft mitspielt, sollte dies absolut machbar
sein. Xaro ist sehr erregt, als er die Schweißhalsung sieht, diese
Arbeit liebt er seit dem Welpenalter. Ruhig untersuche ich den
Anschuss, mein Hund ist etwas davor abgelegt. Dann heißt es "suuuuuch
verwund mein Hund" und der DK stemmt sich willig in die Erde, die Nase
am Boden. Auf den ersten Metern ist er sehr überschwänglich, kommt das
ein oder andere mal auf den Anfang einer Lebendfährte - aber hier
riecht es ja auch so unheimlich toll.... Ich versuche ihn
zu bremsen und zu beruhigen, halte nun die Schweißleine fester - gut
dass ich Handschuhe dabei anhabe. Ab und zu kann ich im dichten
Bewuchs selber etwas Schweiß sehen, aber hier gilt es, dem Hund
einfach zu vertrauen und höchstens ein Faseln von ihm richtig zu
deuten. Doch dazu kommt es nicht. Er ist jetzt einfach sehr gut auf
der Fährte, meistert die Haken ohne Problem. Als ich zwischenzeitlich
wieder einen Tropfen Schweiß im "vorbeifliegen" sehe bin ich heilfroh,
denn als Hundeführer ist man hier dem Hund und seiner Nase
ausgeliefert. Endlich, nach ca. 400 Metern liegt ein frisches Stück
Rehwild. Fein fein fein mein Hund guuuut gemacht, soooo ist recht.
Voller Freude findet er das Rehwild sogar besser als mein Leckerli ...
Es folgt die Anschneideprüfung. Wir entfernen uns vom Hund und dem
Wild, lassen den DK allein dort ablegen. Heimlich - für ihn unsichtbar
- beobachten wir das Verhalten. Ich muss gestehen, so habe ich das nie
geübt, aber ich bin mir absolut sicher, dass hier nichts anbrennen
wird. Schon zig mal war er beim
Aufbrechen von Wild dabei, immer
ruhig daneben abgelegt; selbst sein Futter daheim rührt er nur nach
"Freigabe" an.... so vergeht die Zeit auch recht schnell
und ein weiterer Schritt ist getan.
Nachdem alle Hunde meiner Gruppe auf Schweiß geführt worden sind,
teils mit der 4h Fährte, teils übernacht, steht Führigkeit und
Verhalten am Stand an. Im ersten Fach zeigt sich, dass er noch den ein
oder anderen Druck benötigt um auf einer Zuchtschau bestmöglich mit
Höchstpunktzahl dazustehen, denn als sehr kopfstarker Rüde kann er
einiges Vertragen und braucht eine starke Hand. Vorbildlich meistert
er die nachgestellte Drückjagdszene, ohne aufzustehen und ohne einen
Mucks beobachtet er die Treiber und lässt sich auch von den
zahlreichen Schrotschüssen nicht beeinflussen. Eben solche Reaktion
zeigte er zuvor auch bei der Schussfestigkeit im Feld.
Die letzte Aufgabe für heute heißt für uns noch, die Schleppe
nachzuholen. Auch hier bin ich mir sicher, wird mein Hund gute Arbeit
leisten; und so ist es, - er fliegt mit tiefer Nase über die Wiese,
folgt sauber den Haken und findet schließlich das Kanin. Schnell kommt
er Anfangs im Galopp zurück, später zwar etwas langsamer aber dennoch
zielstrebig - es ist geschafft.
Aus unserer Gruppe haben alle Hunde mit ihren Führern gute Leistungen
gezeigt, alle haben Ihr Ziel erreicht oder übertroffen. Überglücklich
genießen wir das Mittagsessen und die Hunde Ihre Fütterung und
verdiente Ruhe. Bei dem ein oder anderen Glas Bier lässt man noch den
Tag Revue passieren und lobt noch die insgesamt hervorragende
Organisation. Mit der vollen jagdlichen Brauchbarkeit inkl.
Übernachtfährte machen Xaro und ich uns stolz auf den Heimweg; auf ein
Nächstes - DK-Voran!!
Bilder zur
Brauchbarkeits-Prüfung hier!
Zukünftig werde ich an diesem Platz weiter
über sein Leben und seinen Werdegang berichten. (zur
Xaro Bildergalerie)
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