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WILDKÜCHE & WILDBRET
Infos nützlich? =>

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Das frische Wild bzw. Wildbret
(manchmal auch Wildpret
geschrieben)
in der Küche zählt zu dem besten Fleisch, was man bekommen kann. Die
Zubereitung der Wildgerichte reicht von einfach und schnell, bis zu
raffiniert und extravagant für den Gourmet. Allen Gerichten gemeinsam
ist ist der unvergleichbare köstliche Geschmack.
Generell können die unterschiedlichsten europäischen
Wildarten zubereitet werden: von der Taube über den Dachs (z.B. als
Dachsschinken), das Kaninchen, den Hasen, das Rehwild, das Dam- und
Rotwild, das Schwarzwild bis hin zum Elch, sowie viele andere mehr.
Unzählige Bücher und Rezeptsammlungen im Internet werden zu diesem
Thema angeboten.
|
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Damit das Wildbret und damit auch das Wildessen die erwartete hohe
Qualität aufweist, sind einige Punkte zu beachten. Dazu zählt zunächst
die ordnungsgemäße
Versorgung des Wildes
bei der Jagdausübung, genauso wie die
sehr wichtige Wildbrethygiene bei der anschließenden weiteren
Arbeitsschritten.
Vor dem Beginn der Küchenarbeit im Sinne von
"zubereiten und kochen", steht allerdings noch ein Zwischenschritt - das
Zerwirken - an, zumindest wenn man das Fleisch noch nicht fertig
"präpariert" bekommen hat an. Wer sich dazu informieren möchte, z.B. wie
Wild zerwirkt wird, aus welchen Bereichen welche Fleisch-Stücke kommen,
welche Schnitttechniken zu welchen Fleischvarianten führen, der möge
unter "Zerwirken"
nachlesen.
Wem diese (wenn auch interessante aber teilweise auch mühsame) Arbeit
erspart geblieben ist, kann direkt zum "Wildbretverkauf"
und zu den "Rezepten"
gehen, um sich dort einige Anregungen für die Wildzubereitung zu
holen.
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Wild aus dem Naturpark Hochtaunus
- Wildbret direkt aus Jägerhand
Der Naturpark Hochtaunus
(ca. 120.165 Hektar)
ist durch weitläufige Nadel- und Laubwälder, lange Wiesentäler,
ausgedehnte Streuobstwiesen sowie durch seine Hügel- und
Berglandschaft gekennzeichnet. Diese Region, mit der landestypischen Ackerbau- und Grünlandwirtschaft,
liegt zwischen den beiden Ballungsgebieten Rhein-Main und Gießen-Wetzlar.
Aufgrund der nachhaltigen Nutzung von Landwirten, Forstwirten und Jägern sind dort noch
heute eine vielfältige natürliche Vegetation und zahlreiche Wildtiere wie
Rotwild, Rehwild und Schwarzwild
in ihrer ursprünglichen Lebensform und Umgebung
zu finden.
Die ökologische Nutzung der Naturressourcen im Sinne der
Nachhaltigkeit, trägt dabei in einem nicht unerheblichen Maße auch zur Erhaltung von
Flora und
Fauna bei. Lebensräume für das Wild zu optimieren und gleichzeitig den
Populationszuwachs abzuschöpfen, um einen den
Lebensräumen im Taunus angepassten Wildbestand im Gleichgewicht zu
halten, zählen zu den primären Aufgaben der
privaten Jäger und des Forstes.
Wildbret - ein
hochwertiges Naturprodukt
Fleisch von natürlich
lebendem Wild aus Wald und Feld ist ein Lebensmittel von höchster
Güte. Die außerordentliche Qualität verdankt das Fleisch einer uneingeschränkten
Bewegungsfreiheit
der Wildtiere, die - im Gegensatz zu unserem Nutzvieh in der
Landwirtschaft - dabei in der natürlichsten
Umgebung aufwachsen und leben. Ohne Stress, Zwänge, sowie Chemie-,
Hormon- und sonstigem Medikamenteneinsatz ernährt sich unser
heimisches Wild
von Kräutern, jungen pflanzlichen Trieben, Früchten, Beeren und Blättern.
Rehwild - als Konzentratselektierer - nimmt vorwiegend gezielt
spezifische energie- und eiweißreichen Pflanzenteile verschiedenster
Art zu sich, während das Rotwild größere Mengen rohfaserreicher Gräser
und Kräuter der Waldwiesen und Wildäcker bevorzugt. Wildschweine - als Allesfresser
- haben kalorienreiche Eicheln und Bucheckern, Wurzeln und
andere Waldfrüchten im Fokus und decken ihren Eiweißbedarf mit Käfern,
Engerlingen und anderen Kleinlebewesen des Waldbodens. Zudem zählen
Feld- und Knollenfrüchte wie Raps, Mais, Weizen, Süßkartoffeln und Rüben zu ihrer bevorzugten
Nahrung. Diese abwechslungsreiche Kost macht das Fleisch vom Wild sehr schmackhaft,
nährstoffreich aber dennoch kalorienarm und fettarm - vor allem aber gesund.
Wild
wird nicht über weite Strecken unter Stress lebend zu den
Schlachthöfen transportiert, sondern vom Jäger in seinem Lebensraum
(in der Regel) stressfrei zur Strecke gebracht. Unter strenger
Berücksichtigung der Wildbrethygiene erhält man hochwertiges und
frisches Wild-Fleisch / Wildbret vom Jäger seines Vertrauens, fernab von allen
Fleischskandalen.
Nährwerte und Bestandteile
von gegartem
Wildbret
/ Wildfleisch
|
Wildart |
Eiweiß |
Fett |
Mineralstoffe |
Vitamin B2 |
Kalorien |
Joule |
|
% |
% |
% |
mg/100g |
pro 100 g |
pro 100 g |
|
Reh |
21 |
3,5 |
1,2 |
0,25 |
130 |
550 |
|
Hirsch |
20 |
3,3 |
1 |
0,25 |
120 |
490 |
|
Wildschwein |
17 |
3,4 |
2,4 |
0,25 |
120 |
490 |
|
Hase |
22 |
3 |
1,2 |
0,06 |
120 |
490 |
|
Fasan |
24 |
6,5 |
1,3 |
0,13 |
160 |
690 |
|
Ente |
18 |
17,2 |
1 |
0,2 |
240 |
1010 |
Wildbret: frisch, vakuumiert oder tiefgekühlt
- Bezugsquellen
hier
Immer wieder wird man als
Jäger gebeten, doch zu einem bestimmten Fest oder Tag einen
Wildschweinrücken oder ähnliches zu besorgen. Da die Jagd aber kein
Termingeschäft ist, sondern viele Faktoren über die Jagdstrecke
entscheiden, muss man sagen, dass es nicht immer möglich ist - und es
auch nicht garantiert werden kann - eine kurzfristige Lieferung eines
bestimmten Stückes Wild für die Wildküche zu garantieren.
Die heutige
Wildkühlung ermöglicht aber eine Lagerfähigkeit von
Wildbret durch Vakuumierung und Tiefkühlung im Sinne der strengen
Richtlinien zur
Wildbrethygiene. Sauber und professionell verpackt kann man sich so
breits im Spätsommer und Herbst
einen ausreichenden Vorrat für den Winter und die Weihnachtszeit anlegen. Ab dem 1.
Mai - wenn das neue Jagdjahr beginnt -, wird auch alsbald wieder
frisches Wildfleisch in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Zudem
sollte man sich auch nicht scheuen, auch in den Sommermonaten Fleisch
vom Wild - z.B. für de Grillparty - zu verwenden.
Entsprechend der unteren
Auflistung ist zu erkennen, dass professionell vakuumiertes Fleisch
vom Reh- und Rotwild problemlos und ohne Qualitätsverlust über ein
Jahr tiefgekühlt gelagert werden kann. Bei Wildschwein, bedingt durch
den teilweise höheren Fettanteil, sollte die Lagerfrist ½ Jahr nicht
unbedingt überschreiten.
|
Wildart |
Lagerfähigkeit tiefgekühlt |
|
Reh- und Rotwild (Hirsch) |
bis zu 14 Monate |
|
Schwarzwild |
bis zu 6 Monate |
Hase, Wildkaninchen,
Rebhühner, Tauben |
bis zu 8 Monate |
|
Wildenten und Fasane |
bis zu 6 Monate |
Bezeichnung von Wild und
Wildbret
Der Jäger benutzt spezielle
Bezeichnungen für das Wild, um dieses genau - entsprechend seines
Alters und Geschlechts - zu beschreiben. Hier eine Übersicht für
Rehwild, Schwarzwild (Wildschein) und Rotwild (Hirsch):
-
Ricke oder Bock = Rehwild ab dem zweiten Lebensjahr
-
Schmalreh oder Jährling = Rehwild im zweiten Lebensjahr
-
Kitz = Rehwild im ersten Lebensjahr
-
Bache oder Keiler = ausgewachsenes Wildschwein über 2 Jahre
-
Überläufer = „jugendliches“ Wildschwein, 13 bis 24 Monate
-
Frischling = junges Wildschwein bis 12 Monate
-
Hirsch = männliches Rotwild ab dem 3. Lebensjahr
-
Alttier / Kuh = weibliches Rotwild im 3. Lebensjahr oder älter.
-
Schmaltier oder Spießer = Rotwild im 2. Lebensjahr
-
Wild- oder Hirschkalb = weibliches oder männliches Rotwild im
ersten Lebensjahr
Die einzelnen
Fleischstücke (Wildbret) werden folgendermaßen bezeichnet:
-
Lende =
Wertvollstes Stück - besonders zart, geschützt unterhalb des Rückens
gelegen; geeignet für Kurzgebratenes (als Filet) oder auch z.B. für
Fondue.
-
Rücken =
hervorragendes Stück für den festlichen Rücken am Knochen auf der
Tafel (aus dem Bräter) oder ausgelöst als zartes Kurzbratstück
(Steak) für die Pfanne oder den Grill
-
Keule = hochwertiges Bratenstück, bestehend aus mehreren Braten.
Als Ganzes für den Bräter (mit Knochen oder ausgelöst) oder in die
einzelnen Braten zerlegt für Sauerbraten. Alternativ auch für
Wildrouladen oder hervorragendes Gulasch ohne Fett und Sehnen
-
Blatt
= hervorragend für Gulasch geeignet.
-
Brust und Dünnung (Rippen) = Ausgelöst als Rollbraten oder durch
den Fleischwolf gedreht für Wildfrikadellen (Wildburger).
-
Hals / Träger =
Ausgelöst als Bratenstück oder Gulasch und für Hackfleisch geeignet
-
Anmerkung Wild-Hackfleisch /
Wild-Wurst: durch den geringen Fettanteil im Wildfleisch muss
hier Fett zugesetzt werden, damit das Produkt nicht zu trocken wird
/ schmeckt; am besten durch Hausschwein (Wildschweinfett ist nicht
geeignet, da dieses schmiert)
Zu den oben aufgeführten Wildarten und
dem Wildfleisch findet man
hier Wildrezepte.
Wildverkauf & Bezugsquellen
/ Verkauf von Wild bzw. Wildbret,
Wildfleisch,
Wildprodukte & Wildspezialitäten
Wo bekommt man qualitativ
hochwertiges und frisches Wildbret? Zahlreiche Jäger aus dem Taunus
verkaufen ihr Wild im Freundeskreis, an Privatleute,
Großhändler und
Gastronomie, - da der Eigenbedarf begrenzt ist. Verkauf von Wildbret /
Wild-Fleisch; Wild aus eigener Jagd:
|
Name |
Adresse / Tel. |
Welches Wild wird angeboten |
|
Dr. Thies
Langmaack |
Frankfurt /
Offenbach
Tel. 0173 - 520 93 12
Wildbret@Langmaack.com |
Rotwild (Hirsch), Rehwild (Reh), Wildschwein
-
küchenfertig portioniert und vakuumiert
- grob zerlegt
-
ganze Stücke (in der Decke)
Wild frisch oder tiefgefroren auf Anfrage
|
|
n.n. |
weitere im Großraum Frankfurt am Main & Taunus
auf Anfrage |
Hirsch, Reh und Wildschwein;
Wildschinken. Wildsalami, Bierbeißer (Landjäger), Wurst
Ganze Stücke, grob zerlegt oder küchenfertig portioniert und
vakuumiert.
Frisch oder tiefgefroren auf Anfrage
|
Preisliste
Um eine ungefähre
Übersicht zu den Preisen für Wildbret zu geben, ist hier eine
Preisliste eingestellt. Die Preise können regional als auch saisonal
schwanken.
|
|
Rücken
m. & o. Knochen |
Keule
m. & o. Knochen |
Gulasch
(hochwertig) |
in der Decke &
grob zerwirkt |
Sonstiges &
Abschnitt / Rippen |
|
Wildschwein |
20,- bis 25,- €/kg |
17,- bis 20,- €/kg |
ca. 15,- €/kg |
4,- bis 7,- €/kg |
1,- bis 2,- €/kg |
|
Reh |
25,- bis 30,- €/kg |
19,- bis 22,- €/kg |
ca. 17,- €/kg |
5,- bis 8,- €/kg |
1,- bis 2,- €/kg |
|
Hirsch |
22,- bis 27,- €/kg |
18,- bis 21,- €/kg |
ca. 16,- €/kg |
4,50 bis 7,50 €/kg |
1,- bis 2,- €/kg |
|
Landjäger |
|
|
|
|
1,- €/Stück |
|
Wild-Salami |
|
|
|
|
8,50 €/Stück (660g) |
|
Mettwurst |
|
|
|
|
2,50 €/Dose (200g) |
|
Leberwurst |
|
|
|
|
2,50 €/Dose (200g) |
|
|
Eine sehr gute Zusammenfassung zum Thema Wildbret gibt
die Broschüre des
DJV
(Deutscher Jagdschutz-Verband), die es hier als PDF Dokument (686 KB)
gibt:
Wild auf Wild?
Hier ein Beitrag vom
NDR zum Wildfleisch
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Wildbret und Wildgerichte fachgerecht
handhaben mit
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