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JAGDKULTUR                                                                                              Infos nützlich? =>


Die Jagd lebt von der Jagdkultur und Jagdgeschichte. Sie ist gewachsen und wird, so der Jagdpatron Hubertus es will und die Gesetzeslage es zulässt, noch auf lange Zeit fortbestehen und die Geschichte fortschreiben. Die Jagd   verbindet somit auch Tradition mit der Zukunft - von der Steinzeitjagd mit Knüppel und Lanze über die Erfindung des Schwarzpulvers bis hin zum Laser-Entfernungsmesser.

Bewusst der Tradition und deren Bewahrung gilt es, die Jagd auch zukünftig gesellschaftsfähig zu machen, - über die Jagd (in Jagdgeschichten) zu berichten, aufzuklären und zu diskutieren. Viele Seiten tragen aktiv dazu bei, - die alten Jagdherren, die Jungjäger, die Naturburschen, die Jagdfrauen, die Traditionalisten und auch die modernen Jäger. Diese, welche im dynamischen Berufsleben ihren Mann (ihre Frau) stehen, in der Stadt leben, modernen Dingen aufgeschlossen sind, sind ebenso der Jagd und ihren Werten verbunden, wie die übrige Jägerschaft. Uns alle verbindet ein gemeinsame Leidenschaft: Die waidgerechte Jagd mit all ihren Facetten.

Das es - wie in allen Bereichen des Lebens-  auch unter den Jägern "schwarze Schafe" und verbohrte Köpfe gibt, ist normal und lässt sich leider auch nicht vermeiden.
 

Weitere Aspekte der deutschen Jagdkultur sind unter Brüche und Jagdhornsignale zu finden und im Folgenden dargestellt:

Jagd in der Historie / Jagdgeschichte

Schon in der Altsteinzeit wurde von Menschen gejagt - "Jäger und Sammler" ist die gängige Bezeichnung für Menschen dieser Zeit. Die Jagd diente hauptsächlich zur Nahrungsversorgung und lieferte neben Fleisch wertvolle tierische Nebenprodukte wie Knochen und Felle. Von den Anfängen des Menschen als Jäger bis ins 7. Jahrhundert hinein durfte zu jeder Zeit alles Wild an jedem Ort mit allen Mitteln gefangen oder erlegt werden. Entsprechend eng ist die Jagdgeschichte mit der Entwicklungsgeschichte der Menschheit verzahnt. Jagd prägte die Kultur, Sozialordnung, Sprache, Musik und Kunst. Selbst Mythos und Religion erscheinen zuerst im Umkreis jagdlicher Betätigung. Denn eine erfolgreiche Jagd war die Voraussetzung für das Überleben. Die Beute diente ausschließlich der Lebens- und Nahrungssicherung, so wurden Felle für die Kleidung, Knochen für die Herstellung von Werkzeug und Waffen gebraucht. Das Fleisch war unerlässliche Grundlage der Ernährung.
Mit der zunehmenden Sesshaftigkeit und damit verbundenen Domestizierung von Tieren trat die Jagd als Lebensgrundlage in weiten Teilen der Bevölkerung zunehmend in den Hintergrund, da
Ackerbau und Viehzucht die Jagd in ihrer lebensnotwendigen Funktion ab. In den antiken Hochkulturen wurde die Jagd in Teilen als Freizeitvergnügen betrachtet. Sie wurde zunehmend nur noch von einem kleinen Teil der Gesamtbevölkerung ausgeübt.

Im deutschen Bereich setzte sich im 7. Jahrhundert n. Chr. mit dem fränkischen Reich eine neue Bewertung der Jagd durch. Die Könige strebten nach einer jagdlichen Sonderstellung, die im 9. Jahrhundert weitgehend anerkannt wurde. Das Recht des freien Tierfangs wurde durch sogenannte Bannforste eingeschränkt, in denen der Herrscher sich die alleinige Nutzung vorbehielt und Förstern die Verwaltung übergab. Ursprünglich diente die Bannlegung der Erhaltung der Jagd, erst später kam die Schonung und Pflege des Waldes durch Rodungsverbote und Nutzungsbeschränkungen hinzu. Die übergroße Jagdleidenschaft mancher Herrscher bot Anlass zu heftiger Kritik. So war die Verpflichtung zu Jagdfrondiensten sowie der umfangreiche Jagd- und Wildschaden in Flur und Wald eine der Ursachen für die Bauernkriege ab dem 14. / 15. Jahrhundert.

Bis im Mittelalter wurde die Jagd immer mehr zum Privileg des Adels, sowie staatlicher und kirchlicher Würdenträger. Aus dem Mittelalter stammt auch die Unterscheidung in "hohe Jagd" - die dem Adel vorbehaltene Jagd auf Hochwild - und "niedere Jagd" auf kleinere Tiere wie Hasen und Federwild (Niederwild). Bezirke in denen das Jagdrecht alleine dem König zustanden werden als Wildbann bezeichnet. Im 13. / 14. Jahrhundert begann die königliche Zentralgewalt zu schwinden, die Macht der Landesherren wuchs. Das Bannrecht ging auf die Landesherren über, die das Jagdrecht in ihrem Territorium einforderten. Ab 1500 beanspruchte der Landesfürst das Jagdausübungsrecht nicht nur in den ehemaligen Bannforsten, sondern im ganzen Land (Jagdregal). Durch die damit verbundene Einteilung in hohen und niederen Adel entstand auch die hohe und niedere Jagd. Der niedere Adel und die Bauern durften beispielsweise Hase, Fasan und Reh, also das Niederwild, erlegen, während die hohe Jagd u. a. auf Hirsch, Wildschwein oder Gams dem hohen Adel vorbehalten war. Aus dieser Zeit stammt die Unterscheidung in Hoch- und Niederwild, die sich bis heute im Sprachgebrauch erhalten hat.

Die Revolution 1848 änderte die bisher bestehende Regelung. Endgültig wird die Jagd an den Besitz von Grund und Boden gebunden. Mindestgrößen der Jagdflächen wurden vorgeschrieben und Verpachtungen ermöglicht, soweit das Jagdausübungsrecht nicht selber genutzt wurde. Erstmals wurden von Behörden Jagdkarten ausgestellt, sie sind die Vorläufer unserer Jagdscheine. Schon damals legten die Grundeigentümer Flächen zu Jagdgenossenschaften zusammen und damit auch den Keim für unser heutiges Reviersystem.

Der Durchbruch zu neuen jagdgesetzlichen Regelungen - wie Bewirtschaftung des Schalenwildes und Verbot des Schrotschusses auf Rehwild - kündigte sich 1925 im Sächsischen, 1926 im Thüringischen Landesjagdgesetz und 1934 im Preußischen Jagdgesetz an. Ein alles vereinheitlichendes Jagdgesetz wurde bereits ab 1931 ausgearbeitet und 1934 als Reichsjagdgesetz erlassen. Es schrieb unter anderem die Gründung von Jagdgenossenschaften, die behördliche Abschussplanung und die bestandene Jägerprüfung zur Erlangung eines Jagdscheines vor. Die Jagdwissenschaft erlebte in der Folgezeit einen deutlichen Aufschwung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Jagdwaffen unter Androhung der Todesstrafe eingezogen, die Jagd für deutsche Jäger verboten. Den Besatzungssoldaten wurde hingegen die Jagd als Freizeitbeschäftigung erlaubt. Für sie gab es keinerlei Regeln und Vorschriften. Mit Maschinengewehren und Handgranaten wurden die Reviere leergeschossen, gleichzeitig führte die Lebensmittelknappheit in Deutschland zu starker Wilderei. Bereits 1946 wurden in der britischen Besatzungszone Jägervereinigungen zugelassen. Zudem trat der amerikanische Gouverneur Lucius D. Clay für ein geregeltes, organisiertes Jagdwesen ein. In den Ländern der amerikanischen Zone hob das Militärregierungsgesetz von 1948 das Reichsjagdgesetz auf. In den anderen Besatzungszonen wurde die Jagd und die Entwicklung der Jagdverbände unterschiedlich gehandhabt.

Der Plan eines bundeseinheitlichen Jagdrechts stieß zunächst auf politische und verfassungsrechtliche Bedenken, wurde jedoch konsequent weiterverfolgt. 1949 wurde in Bad Dürkheim der Deutsche Jagdschutz-Verband gegründet, dem sich im Laufe der Jahre alle westdeutschen Landesjagdverbände anschlossen. Am 1. April 1953 trat in der Bundesrepublik das Bundesjagdgesetz - als jagdrechtliches Rahmengesetz - in Kraft. Es kann nur Rahmenvorschriften erlassen, ausführende und ergänzende Vorschriften sind allein Sache der Länder. In der DDR wurde 1953 das Jagdrecht vom Grundeigentum getrennt und in ein Volksjagdrecht überführt. Die Ausübung bekamen zunächst Jagdgesellschaften übertragen, die unentgeltlich Jagdflächen zur Verfügung erhielten. Die Mitglieder der Jagdgesellschaften entrichteten einen einheitlichen, geringen Mitgliedsbeitrag. Das erlegte Schalenwild war ablieferungspflichtig, die Wildbewirtschaftung erfolgte durch staatliche Forstwirtschaftsbetriebe.

Nach dem Fall der Mauer galten Übergangsregelungen, in der Folge wurden in den fünf neuen Ländern Landesjagdgesetze und weitere jagdrechtliche Vorschriften auf Grundlage des Bundesjagdgesetzes erlassen. Heute wird Jagd nicht nur national, sondern auch international bestimmt. Immer mehr nimmt die Europäische Union auf die jagdrechtlichen und jagdpolitischen Geschicke Einfluß. Die Wahrnehmung der jagdlichen Interessen in der Europäischen Union und im Europarat liegt bei der FACE, dem Zusammenschluß der europäischen Jagdschutzverbände als Vertretung von rund 7 Millionen Jägern.

Heute wird die Jagd in Deutschland von privaten Jägern ausgeübt. Darüber hinaus wird das Jagdrecht in den Staats- und Landesforsten durch die Forstämter ausgeübt oder zum Teil ebenfalls weiterverpachtet. Das Jagdrecht ist fest mit dem Grundbesitz verknüpft.

 

Jagd in der Moderne

Regelmäßig bekommt man als Jäger die Frage gestellt, ob die Jagd noch zeitgemäß ist. Die Antwort ist JA !

Punkt eins der Begründung liegt in der Notwendigkeit zur Jagd, wie sie im nächsten Haupt-Absatz beschrieben ist. Eng damit einher geht Punkt zwei, - die persönliche emotionale Auseinandersetzung mit  der Thematik, wie sie z.B. in der "Motivation zur Jagd" geäußert wird (ebenfalls im nächsten Haupt-Absatz).
Punkt drei befasst sich mit dem Wandel der Jagd; Jagd ist gesellschaftsfähig, wenn sie Traditionen bewahrt, sich der Moderne jedoch nicht verschließt. Das Bild vom alten knorrigen Mann, der seine Doppelflinte geschultert im Lodenmantel seine Beute mit Försterhund zum Jagdhaus trägt, ist überwiegend ein Relikt aus der Vergangenheit. Neben den Berufsjägern und Förstern, sind Jäger heute oft in alltäglichen Berufen tätig. Vom Lagerarbeiter bis zum Topmanager, von jung bis alt, ob Mann ob Frau: der Mix aus unserer Gesellschaft spiegelt sich auch in der heutigen Jägerschaft wieder. Die Technik erhält fortwährend Einzug in die Jagdausübung, schleichend aber kontinuierlich: .... hochwertige vergütete Ferngläser, atmungsaktive und wasserdichte Spezialfasern der Jagdbekleidung, aufwendige Geschosskonstruktionen, LED-Scheinwerfer und Xenon-Licht, Laser-Entfernungsmesser, Präzisionsbüchsen mit Kunststoffschaft, usw..   Dennoch, es verbindet uns vieles mit der Tradition und so geht doch der ein oder andere Jäger mit dem alten feinen Erb-Drilling hinaus, samt Gamaschen und Jagdhut. Gerade aber die Jägerschaft hat die Chance, alt mit neu zu verbinden. Längst ist der Jäger nicht mehr nur  Erleger des Wildes sondern... er verbessert die Lebensräume des Wildes, legt Streuobstwiesen und Wildäcker an; er unterstützt die Zusammenarbeit mit dem Forst zum Wohle des Waldes- durch Verbissgutachten und langfristige Abschussplanungen; er zerwirkt sein Wild nach europäischen Hygienevorschriften und verkauft ein hochwertiges sowie natürliches Nahrungsmittel ; er nimmt an Studien zu Wildkrankheiten teil; er bringt Kindern in Schule, Kindergarten und auf Naturlehrpfaden unsere heimische Flora und Fauna näher....   dies und vieles Andere mehr macht heute den modernen aber dennoch klassischen Jäger aus.

 

Notwendigkeit und Motivation zur Jagd

Ziele und Aufgaben der heutigen Jagd sind unter anderem: nachhaltige Nutzung einzelner Wildarten unter Berücksichtigung der Sozialstruktur, Förderung der freilebenden Tierwelt durch Schutz und Erhaltung eines artenreichen und gesunden freilebenden Wildtierbestandes, Vermeidung von Wildschäden in einer ordnungsgemäß betriebenen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, Regulierung überhöhter Wildbestände, aktiver Naturschutz.

Ich möchte hier gerne die Gelegenheit nutzen, die Jagd aus meiner Sicht - Nichtjägern etwas näher zu bringen und ein wenig Hintergrundwissen über die Naturzusammenhänge sowie die Notwendigkeit der - als auch die Motivation zur - Jagd zu vermitteln. Wenn man sich eingehender mit der Jagd beschäftigt, so kann man auch als Nichtjäger einiges im jagdlichen Zusammenhang besser nachvollziehen und verstehen:

  • In Deutschland sowie in den meisten entwickelten Ländern der EU haben wir überwiegend keine Naturlandschaften mehr, wo es natürliche Feinde, z.B. für Rehwild wie den Wolf, gab. Heute sind die meisten Regionen Kulturlandschaften um die intensive Landwirtschaft zu betreiben, wie sie heute gefordert und nachgefragt wird. Ein Eingriff in den Naturhaushalt ist daher notwendig und unumgänglich, um einen ausgewogenen und verträglichen Wildbestand zu erhalten.

  • Fehlt der Eingriff in den Naturhaushalt durch die Jagd, so mündet dies mittelfristig in einer Überpopulation des Wildbestandes. Diese führt - gerade in der Winterzeit - zu einem elendigen Leiden & Hungertod vieler Tiere, da die Natur für den unverhältnismäßig hohen Wildbestand keine ausreichende Nahrung bereitstellen kann.

  • Eine Überpopulation führt darüber hinaus zu hohen Verbiss-Schäden in den Wäldern: jüngere Pflanzentriebe werden durch das Wild (hauptsächlich Rehwild) gefressen; die Rinde von Bäumen wird regelrecht vom Rotwild (Hirsch) geschält bzw. abgezogen. Beide Effekte schaden dem Wald, da eine natürliche Verjüngung des Waldes (Nachwachsen des Waldes durch Jungtriebe) verhindert bzw. eingeschränkt wird und gesunde Baumbestände geschädigt werden.

  • Eine Überpopulation führt weiter zu Schäden in der Landwirtschaft. Wildschweine, die teilweise in ganzen Rotten auftauchen, durchwühlen / brechen die Felder, um an Nahrung zu gelangen. Zum einen auf frisch bestellten Feldern, zum anderen auf erntereifen Flächen, wenn z.B. der Mais in voller Frucht auf dem Acker steht. Alle Schäden an der Landwirtschaft, die durch (Schwarz-)Wild hervorgerufen werden, müssen vom Jagdpächter ersetzt werden. Hilft eine Einzäunung nicht mehr bzw. ist sie nicht zu realisieren, muss intensiv bejagt werden.

  • Um der Überpopulation entgegenzuwirken, wird in alle Altersklassen - nach einem genauen, von unterschiedlichen Stellen und Institutionen festgelegten Abschussplan je Wildart - eingegriffen und der Populationszuwachs abgeschöpft. So hat das Wildschwein eine Vermehrungsrate von ca. 300 % , da jede Bache im Schnitt 3 bis 8 Frischlinge wirft. Der Jäger selektiert darüber hinaus auch bei seiner Jagd. Im Fokus stehen zunächst kranke, infizierte, verletzte und schwache sowie abnorme Stücke.

  • Der Jäger übernimmt weitere Aufgaben im Jagdbezirk. Er sorgt für die Pflege & Hege des Reviers und schafft so einen optimalen Lebensraum für Wildtiere - auch in Notzeiten. Dies geschieht z.B. durch das Anlegen von Wildäckern, Äsungsflächen, Kirrungen und Suhlen. Dadurch wird für eine ausgewogene sowie reiche Artenvielfalt bei Flora und Fauna gesorgt.

  • In einem vorbildlichen Revier wird das Wild genutzt, - als Fleischlieferant unter Beachtung hygienischer Standards. Wildfleisch / Wildpret zählt mit zu dem gesündestem, was man bekommen kann und dies ohne lange Transportwege und Massenabfertigung / -zucht mit Kraftfutter sowie Medikamenten.

Der Naturschützer, Forscher und beliebte Tierfilmer Heinz Sielmann, war zu Lebzeiten auch ein passionierter Jäger; ein anerkannter Experte auf seinem Gebiet mit überragendem Wissen über die Natur und deren Zusammenhänge. Dies unterstreicht das Anliegen des waidgerechten Jägers und sollte jedem Kritiker zu denken geben.

Eine sachliche und hervorragende Auseinandersetzung mit den den Argumenten der Gegenseite hat Herr Volker Wollny (Dipl.-Ing. FH) in seinem Buch " Jagdgegnerbehauptungen  - eine Richtigstellung - " verfasst. Dieses wird hier für Interessierte - die sich noch tiefer informieren wollen - als kostenloser Download (.pdf-File ACHTUNG: 3,9 MB) angeboten.

Zusätzlich ist die Jagd aber auch ein Kulturträger. Hier wird Brauchtum übermittelt, die Jägersprache – welche einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an der deutschen Sprache hat – gepflegt, Wissen vermittelt und werden die nachfolgenden Generation an unsere Natur herangeführt. Für mich persönlich ist die Jagd zudem ein exzellenter Ausgleich zum "trockenen und unnatürlichen" Beruf. Unwiederbringliche Natur-Erfahrungen zur erleben erfüllt einen, wenn z.B. beim Morgenansitz langsam der Tag anbricht, die Vogelwelt erwacht, die Morgenröte den Tag ankündigt, dabei erste Sonnenstrahlen den Frühnebel durchdringen, während wenn man oben auf dem Hochsitz sitzt und unter einem der Wildbach rauscht. Dies sind Momente die mich erfreuen; man muss nicht zum Schuss kommen um Zufriedenheit zu erlangen, sondern lediglich Natur und Wild in seiner natürlichsten Form genießen.

Möchte und will man die Jagd ausführen – ja ist sie sogar erforderlich – wie oben beschrieben, so muss dies jedoch in geregelten Formen stattfinden. Das deutsche (Länder-)Jagdgesetz regelt dies umfassend. Doch, - es ist mehr von Nöten: Ein friedliche, verständnisvolle Nutzung der Natur von Jäger und Nichtjäger im gegenseitigen Respekt unter Beachtung beider Interessen und den Interessen der Natur sowie des Wildes. Agiert man hier mit Augenmaß, Erfahrungen, Wissen als auch mit der nötigen Offenheit, so ist ein Zusammenleben aller Seiten nicht nur machbar, sondern auch positiv.
Ich möchte dies nur an einem Bespiel verdeutlichen:  Oft gibt es zwischen Jäger und Spaziergängern mit Hunden Missverständnisse und Ärger. Der Freizeitmensch, der seinen hetzenden Hund frei in Feldern mit Jungtieren oder Dickungen laufen lässt, als auch der Jäger, welcher mit seiner Büchse sofort auf Hunde zielt und die aggressive Konfrontation mit dem Besitzer sucht, - beide Seiten reagieren falsch. Aber warum? Keine Seite hinterfragt warum der Andere so agiert. Hier gilt es zu erklären und aufzuklären. Der Hundebesitzer möchte die frische Luft nach einem Bürotag genießen und seinem Hund Auslauf und Freude bieten. Der Jäger möchte hingegen auch die Ruhe genießen, zugleich aber auch das Wild und seinen Lebensraum schützen. Ein Reh, welches in der Winterzeit von frei laufenden Hunden unnötig gehetzt wird, verliert Unmengen an Energie, die es in einem harten Winter mit Nahrungsmangel zum Überleben benötigt. Ein Rehkitz und so manches Ausgewachsene hat keine Chance, einem (mittel)großen Hund zu entkommen und wird im schlimmsten Fall gerissen. Sauen, die in einer Dickung ihr Lager haben, werden beunruhigt, fahren auf und wechseln die Einstände. Sie können nicht mehr an den gewohnten Orten bejagt werden, - sorgen woanders für Wildschäden, vermehren sich noch unkontrollierter.

In Zeiten, wo wir gerade in den Ballungsräumen und der angrenzenden Natur unweigerlich zusammenleben, müssen wir einander verstehen und erklären anstatt zu konfrontieren. Ob, Hundebesitzer, Reiter, Mountainbiker oder Jäger, - alle Seiten sind gefordert! 

Jagd & Jägerlatein

Jägerlatein und Jägersprache sind zwei Begriffe innerhalb der Jagd, die gerne verwechselt werden. Die Jägersprache hat jedoch nichts mit dem in Deutschland geprägten Begriff "Jägerlatein" zu tun. Als Jägerlatein bezeichnet man die meist humoristische gemeinte Übertreibung oder das absichtliche Schwindeln beim Erzählen von Jagd- und anderen Geschichten.

Jagd & Jägersprache / Waidmannsprache

Die Anfänge der Jägersprache lassen sich bis ins 7. Jahrhundert zurück verfolgen. Sie zählt somit heute zu den ältesten noch lebendigen Zunftsprachen. Jäger pflegen seit Jahrhunderten eine eigene, sehr bildhafte Ausdrucksweise. Während des letzten Jahrtausends sind im germanischen Sprachraum weit über 10.000 jagdliche Begriffe geprägt worden, von denen noch ca. 3.000 im alltäglichen Gebrauch zu finden sind. Auch im täglichen Leben eines "Nicht-Jägers" sind Teile davon allgegenwärtig: So ist einem bestimmt schon mal etwas "durch die Lappen" gegangen (=> Lapp-Jagd: Abgrenzung der zu bejagenden Fläche mit alten Stoffstücken / Lappen, vor denen das Wild zurückschreckt und eine andere Richtung einschlägt; durchbricht ein Tier diese "Sperre aus Lappen" und kann somit nicht mehr von den Jägern im umsäumten Gebiet gejagd werden, so ist das Stück "durch die Lappen gegangen";), man hat jemanden "auf's Korn genommen" (=> Korn als Visiereinrichtung bei der Jagdflinte) oder einen "Bock geschossen" (=>Rehwild als weibliches Tier angesprochen und erlegt, obwohl es ein männliches Stück, also Bock war => nicht frei war => Fehler).

Mittels Jägersprache können mit wenigen Worten sehr präzise Angaben gemacht werden. Ihr bildhafter Wortschatz gründet auf uralter Überlieferung, genauer Beobachtung und dient der anschaulichen Beschreibung von Wild- und Natur. Jeder gute Jäger versteht sich in der Waidmannssprache auszudrücken und ermöglicht es ihm, jagdlich wichtige Feinheiten kurz und prägnant zu kommunizieren. Die Jägersprache dient damit einer präzisen Verständigung zwischen Jägern. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

"Der reife, noch rote Eissprossenzehner zog orgelnd am Wechsel in den Einstand."

Mit der normalen Sprache ist dies kaum darstellbar. Gäbe es keine Jägersprache, müsste der Jäger statt dieses kurzen Satzes folgende Erklärung abgeben:

"Der etwa zehn- bis zwölfjährige Hirsch, der noch das rote Sommerfell trug und ein Geweih mit zehn Zacken hatte - das Geweih hatte noch die Besonderheit, nach den jeweils untersten Zacken zwei verkümmerte Zacken zu haben - ging langsam, immer wieder kräftige Brunftlaute von sich gebend, auf dem Steig, den das Rotwild seit eh und je benutzt, in jenen Waldteil, den der Hirsch jetzt in der Brunftzeit als bevorzugten Tagesaufenthaltsort ausgesucht hat."
 

Anbei ein unvollständige Auflistung der wichtigsten Begriffe mit Erläuterung aus der Jägersprache:

A

 
Aalstrich Dunkler Strich auf dem Rücken von Hirsch- und Gamswild und mancher Hunde
abäsen abfressen von Pflanzen
abbalgen Abziehen der Haut bei Niederwild, außer Rehwild, einschließlich allem Federwild
aufbaumen abfliegen der Waldhühner vom Baum ( abreiten ) hinabspringen oder hinabklettern von Raubwild
abbeißen Haarraubwild zwingt die Jungen seinen Lebensbereich zu verlassen
abblasen Jagdhornsignal zum Ende des Treibens
abbrunften brunftunwillig, körperlich geschwächt
abbrüten beenden der Brutzeit
abfährten nach Fährten absuchen
abfallen   Wild und Hund werden mager;  Abspringen des männl. Stückes nach dem Beschlag abkommen des Schweißhundes von der Fährte
abfangen Töten von Schalenwild mit blanker Waffe
abfedern Töten von Flugwild
abführen Hunde abrichten
abgehen Flüchtigwerden des Wildes
abhalsen dem Hund die Halsung abnehmen
abkämpfen Abbrechen von Enden durch Brunftkämpfe; Vertreiben von Rivalen  in Brunft- und Balzzeit
Abkommen Visierung des Gewehrs Ansicht des Schützen über seinen Schuss
Abmagern des Hundes
; Ablegen der Hund bleibt auf Befehl auf seinem Platz
abliebeln den und loben
abnicken Wild durch Stich ins Genick töten
abnorm regelwidrig
abreiten Fortfliegen von Auer- und Birkwild
abschärfen abziehen der Schwarte bei Dachs und Decke beim Bären
abschlagen Töten von Hasen durch Schlag hinter die Löffel abtrennen des Gehörns
abschwarten Abziehen der Schwarte bei Schwarzwild und Dachs
Absehen Zielvorrichtung an der Büchse
absprengen ein Stück wird vom Rudel fortgetrieben
abspringen Schalenwild wird flüchtig
Absprung Stelle an der Wild mit den Hinterläufen abspringt
abspüren nach Spuren absuchen
abstellen Schützen anstellen
abstreichen  Fortfliegen von Federwild
abstreifen Balg von Hasen, Kaninchen und Haarraubwild abziehen ( außer Dachs + Bär)
Abritt Fährtenzeichen; Loch des Dachs um sich dort zu lösen
abwerfen Abstoßen des Geweihs oder Gehörns
Abwurf das abgestoßene Geweih oder Gehörn
Abwürgen Totbeißen eines Stückes durch den Hund (bei Nachsuche)
Afterdrüse Drüse am Weidloch des Hundes
Afterklaue Nach rückwärts stehende Klaue oberhalb des Fesselgelenks
Alttier weibliches Rotwild nach dem ersten Setzen
anblasen Jagdhornsignal zum Beginn der Treibjagd
anfallen Finden und Arbeiten an der Fährte durch den Schweißhund
anfliehen Wild prallt gegen ein Hindernis
angehen Wild anpirschen
ankirren Anlocken von Wild an bestimmte Stelle
Anlauf  Das Wild komm an den Stand eines Schützen
anludern anlocken des Raubwildes durch auslegen von Luder
annehmen Jäger oder Hund wird von Wild angegriffen Wild sucht Fütterung oder  Salzlecke auf Wild benutzt einen Wechsel
anpirschen Jäger bewegt sich vorsichtig vorwärts
anschneiden Totes Wild wird von Raubwild oder Hund angefressen
anschreien Brunftruf des Rothirsch nachmachen
Anschuss Stelle an der sich das Wild beim Schuss befand
anschweißen Hochwild durch Schuss verwunden
ansetzen  Hund auf die Fährte setzen
Ansitz Stelle an der der Jäger auf Wild  wartet
ansprechen Wild erkennen und beurteilen
anspringen an den balzenden Auerhahn sprungweise herangehen
antragen Schuss auf Wild abgeben
anzeigen  Hund macht den Jäger auf  Schweiß aufmerksam
Appell Gehorsam des Hundes
apportieren    Wild wird vom Hund gebracht
arbeiten ausbilden des Hundes verfolgen einer Fährte, Spur oder Geläufe durch den Hund
äsen  Nahrungsaufnahme des Wildes ( außer Schwarz + Raubwild)
Äser   Maul von allem Haarwild ( außer Schwarz + Raubwild)
Äsung Nahrung des Wildes ( außer Schwarz + Raubwild)
aufbaumen Fliegen des Federwildes und Klettern von Luchs, Marder, Wildkatze Marder auf Baum
aufblocken  Stellen der Greifvögel auf Baum, Fels oder Boden
aufbrechen  Gescheide und Geräusch aus dem Schalenwild + Auerhahn herausnehmen
Aufbruch das Ergebnis von obigem
aufhaben  Tragen eines Kopfschmuckes bei männl. Schalenwild, außer Schwarzwild
aufnehmen geschossenes Wild wird vom Hund zum Apportieren gefasst
den Schweißhund abtragen
Hündin ist trächtig geworden
Äsung äsen Hund beginnt einer Fährte, Spur oder Geläufe zu folgen
aufsetzen Schieben und Tragen eines neuen Gehörns oder Geweihs Gehörn oder Geweih auf Trophäenschild befestigen
aufsitzen   weibliches Stück wird vom männlichen bestiegen
aufstehen  erheben oder abfliegen von allem Wild vom Boden
aufstieben Federwild fliegt erschreckt auf
aufstöbern  Hund mit dem Stöberhund aufjagen
aufwerfen  plötzliches Heben des Hauptes bei Schalenwild ( außer Schwarzwild ) bei Gefahr
Auge Auge bei Federwild und beim Hund
äugen sehen bei Wild und beim Hund
Augsprosse  Unterstes Ende des Geweihs
ausarbeiten Fährte vom Anschuß aus verfolgen
ausdrücken  Harnblase beim Hasen und Kaninchen durch Druck entleeren
ausfahren   Verlassen des Baues
ausfallen  Schlüpfen des Ferderwilds
ausgefiedert  ist das Federwild nach beendeter Mauser
ausgehen Fährte verfolgen
ausgeschossen  Büchsenlauf abgenutzt
aushaken  Entnehmen der Gescheide mit Haken durch das Weidloch beim Federwild  außer Auerhahn und Trappe
aushalten Herankommen lassen des Jägers ohne flüchtig zu werden
aushorsten jungen Greifvogel aus dem Horst nehmen
Auslage Weite des Geweihs 
auslösen Herausnahme der Grandeln beim Rotwild
ausmachen Standort oder Wechsel des Wildes feststellen
ausnehmen  Ausweiden von kleinem Federwild
auspochen  Marder oder Iltis durch Lärm vertreiben
Ausriss  Eingriff der Schalen bei plötzlicher Flucht des Rotwilds
ausschieben Verlassen des Kessels beim Schwarzwild
Ausschuss  Stelle an der das Geschoss den Wildkörper verlassen hat.
aussetzen  Freilassen von Wild
aussteigen  Herauskommen von Otter oder Biber aus dem Wasser
austreten Verlassen der Deckung bei allem Schalenwild
auswechseln  Verlassen von Standort oder Revier bei allem Schalenwild
ausweiden Herausnehmen des Gescheides bei allem Wild, außer  Schalenwild
auswerfen Herausnehmen des Gescheides bei Hasen und Kaninchen

B

 
Bache  weibliches Stück Schwarzwild ab dem 3.Lebensjahr
bähen  Blöken der Mutterschafe
Balg  Fell des Haarraubwildes ( außer Dachs und Bär, Hase, Kaninchen und Murmel ) sowie die samt Federn abgezogene Haut aller Vögel
Ballen Unterseite der Fußsohlen bei allem Haarwild und beim Hund.
Wulst unter den Schalen des Schalenwildes
Balz  Gebaren vor und nach der Begattung
Balzarie  Lautäußerung des Auerhahns während der Balz
balzen wie oben + Gebaren
Balzgesang  Lautäußerung des Birkhahns während der Balz
Balzkragen Gesträubte Halsfedern beim balzenden Auerhahn
Balzpech   Breiförmige Losung des Auerhahns
Balzplatz  Balzort (Einstand )
Balzrosen  Wulstiger Hautwulst über den Augen der Waldhühner und Fasane die während der Balz anschwellen
Balzspäne Losung der Waldhühner  in fester Form
Balzsprung  Hochspringen des am Boden balzenden Auer- Birk- Fasanhahnes
Balzstift Zehenstift
Balzzeit Begattungszeit Federwild
Bär Braunbär, männliches Murmeltier
Basse Starker Keiler
Bast Haut um das Geweih während des Wachsens
Bau Behausung von Fuchs, Dachs, Fischotter, Kaninchen, Murmel, Iltis, Wildkatze
Befahren Bau ist bewohnt
Behang Altersangabe des Schweißhundes, Herabhängende Ohren des Jagdhundes
Beihirsch Schwächerer Hirsch
Beize Jagd mit Greifvögeln
belegen Begatten einer Hündin
Bergstutzen Gewehr mit übereinanderliegenden groß- und kleinkalibrigem Büchsenlauf
beschlagen Begattungsakt beim Schalenwild
Brand dunkle Stelle am Bauch des Hirsches während und nach der Brunft
Brandadern Venen an der Innenseite der Keulen
Brandfuchs Dunkler Fuchs
brav gut, stark
brechen starkes Wild zieht hörbar, Schwarzwild wühlt im Boden
Bruch abgebrochener grüner Zweig Symbol oder Verständigungszeichen
Brunft Begattungszeit alles Schalenwild außer Schwarzwild
Brunftfeige Drüse am Hinterhaupt des Gamswildes
Brunftfleck Brand
Brunftkugeln Hoden des Schalenwilds
Brunftmähne Lange Haare am Träger des Rotwildes
Brunftrute Glied beim Schalenwild
Brunftschrei Lautäußerung des Brunfthirsches
Burg Behausung des Bibers
Burgstall Erhöhung in der Fährte des Hirsches zwischen Ballen und _Schale
buschieren Absuchen von niederer Deckung mit Stöberhunden

C

 
changieren Wechseln des Schweißhundes auf eine andere Fährte

D

 
Decke Haut des Hundes und allen Schalenwildes außer Schwarzwild
Doppelkopf Abnormes Geweih aus noch nicht abgeworfenen und neu geschobenen Stangen
Drossel   Luftröhre beim Schalenwild

E

 
einfahren in den Bau gehen
einschieben Schwarzwild schiebt sich in den Kessel
einschlagen Graben an Fuchs- oder Dachsbau
Einstand Aufenthaltsort des Hochwilds
Ende  Sprosse am Geweih und Gehörn
Erpel männliche Ente

F

 
Fächer Stoß des Auerhahns
Fähe Weibchen aller Raubwildarten beim Niederwild
fährten Aufeinanderfolgende Abdrücke von Schalen, Pranten
Fallwild Wild das eingegangen ist
Fang Maul von Hund und Raubwild. Füße der Greifvögel
Fangzähne Eckzähne Haarraubwild und Hund
faseln der Hund sucht herum ohne Fährte zu finden
Federspiel Flugwildattrappe
fegen Bast vom Geweih beseitigen
fehlen vorbeischiessen
Feisthirsch Hirsch im Sommer
Feld  Altersangabe beim Vorstehhund
Feuchtblatt weibliches Geschlechtsteil beim Schalenwild
Feuchtglied Glied des männlichen Hundes
flehmen Hochziehen der Oberlippe
Flucht weiter Sprung
flügeln Flügeln des Federwildes durch Schuss verletzen
forkeln mit dem Gehörn/Geweih verletzen
frischen gebären des Schwarzwildes
Fuß Fuß bei Waldhühnern, Trappe, Fasan, Beizhabicht und –sperber

G

 
Gamshüter Nebel
Geäfter nach hinten stehende Klaue beim Schalenwild
gehakelt wie die Kruken geformt sind
Geheck Brut und Junge Wassergeflügel, Junge bei Raubwild
Gehege eingegattertes Gebiet mit Wild
Gehöre Ohren von Raub- und Murmelwild
Gehörn Trophäe des Rehbocks
Geläut Bellen mehrerer Hunde
Gelege Eier und Nest des Federwilds
gelt  weibliches Stück das keine Jungen führt
genossen machen, dem Hund Teile des erlegten Wildes füttern
Geräusch Herz, Lunge, Leber, Nieren vom Schalenwild
gering schwach
Gesäuge Zitzen allen Haarwildes und Hundes
Gescheide Eingeweide allen Wildes
Geschmeiß Kot von Greifvögeln und Reihern
Gesperre Gesamtheit der Jungen und Alten bei Waldhühnern und Fasan
Gestüber Kot des Nieder-Federwildes
Gewaff Eckzähne des Keilers, Klauen der Greifvögel
Geweih Trophäe beim Hirsch
Gewölle ausgespieene Ballen von Greifvögeln und Eulen
Grandel Eckzahn im Oberkiefer von Rot- Reh- Damwild
Grimbart Dachs

H

 
Haderer Oberkieferzähne des Keilers
hakeln mit der Kruke verletzen
Haken Eckzähne (Grandel) +  Bache
Hals Hals des Wildgeflügels außer Auerwild
hassen Raben- und Greifvögel stoßen auf den Auf hinab
hauen ein Keiler schlägt Hunde und Menschen
Hauer Unterkiefer-Eckzähne Keiler
Haupt Kopf von Schalenwild außer Schwarzwild
Hauptschlag  Laut des Auerhahns während der Balz
heiß zum Begatten bereite Hündin
hetzen Wild mit Hunden jagen
Heuler junger Seehund
Hexenring Ring im Getreide in dem der Bock die Ricke trieb
himmeln nach dem Schuss steigt Flugwild steil nach oben
Himmelspur Stellen an denen der Hirsch geschlagen oder gefegt hat
Himmelszeichen Umwenden, Knicken von Blättern mit dem Geweih durch Ziehen in der Dickung
Holz Wald
Holle Haubebartige Federn auf dem Kopf von Federwild
Horst Nest der Greifvögel und Rabenvögel
hudern  Sandbaden der Hühnervögel
Hüttenjagd Jagd auf Rabenvögel mit Auf

I

 
innehaben Trächtig sein
Isegrim Wolf

J

 
jagdbar alle Tiere die dem Jagdrecht unterliegen / männl. Schalenwild bestimmter Stärke
Jägerrecht Trophäe, sowie essbare Teile des Aufbruchs
Jährling   Einjähriger Rehbock
Jule Gerät auf dem Greifvögel mit der Langfessel angelegt stehen

K

 
Kahlwild weibliches Wild und Kälber aller Hirscharten
Kalb junges Stück im ersten Lebensjahr
kapital ungewöhnlich stark
keckern knurrende Lautäußerung Fuchs, Marder, Iltis
Kern Körper des Raubwildes nach Entfernen der Decke, Balg, Schwarte
Kessel Lager einer Rotte Sauen, Wohnraum im Fuchs-Dachsbau
Kette Familie jagdbarer Hühnervögel
Keule Schlegel
Kirrung Lockfütterung
Klagen Lautäußerung aus Angst oder Schmerz
knappen Lautäußerung des balzenden Auerhahns
knören leise Lautäußerung des Rothirsches
Köder Lockfutter
Kohlgams besonders dunkle Gams
kollern Lautäußerung des balzenden Birkhahns
krellen durch die Dornfortsätze am Rückgrat des Wildes schießen
Kuder männlicher Luchs oder Wildkatze
Kurzwildbret Geschlechtsteile des Schalenwildes und Hundes

L

 
Lecker  Zunge des Schalenwildes außer Schwarzwild
Licht Augen des Schalenwildes
lösen  Koten beim Haarwild und Hund
Losung Kot des Wildes außer bei Greifvögel
Luder Totes Tier zum Anlocken
Lunte Schwanz bei Fuchs und Marder
Luser Lauscher

M

 
mahnen Lautäußerung des weiblichen Stückes aller Hirscharten
Malbaum Baum an dem sich Schwarz - oder Rotwild nach dem Suhlen rieb
Malerfeder Kleine Feder vor der erste Schwungfeder von Schnepfe oder Auerhahn
melden Lautäußerung des männl. Stückes aller Hirscharten bei der Brunft
Molar einer der drei hinteren Backenzähne
Mönch dauernd geweihloser Hirsch
Mörder Rehbock oder Hirsch mit langen, dolchartigen Spießen
Muffel Windfang

N

 
nadeln Auerhahn äst Nadeln ab
nässen Wild und Hund harnen
Nuß Geschlechtsteil bei weiblichen Fuchs oder Fischotter

O

 
orgeln Schreie des Rothirsches in der Brunft

P

 
Packer Hund der zum Decken von Schwarzwild geeignet ist
Pansen Magen bei allen nachdrückenden Schalenwildarten
Perücke Krankhafte Wucherung des Gehörns infolge Kurzwildbretverletzung
pfeifen  warnende Lautäußerung der Gams, Muffel und Murmel
Pinsel Haarbüschel am Glied beim männl. Schalenwild
plätzen Rot-und Rehwild schlägt mit den Vorderläufen Bodendecke weg
Prämolar einer der drei vorderen Backenzähne
prossen Auerwild äst Knospen
Pürzel Schwanz des Bären und Schwarzwildes und Dachses

Q

 
Quäke Instrument zum Nachahmen des Klagelautes des Hasen
quoren Lautäußerung der balzenden Schnepfe

R

 
rauschen Schwarzwild begattet sich, Blasen des  Birkhahns
Reif  weiße Rückenhaare des Gamsbockes
reißen Bär,Luchs,Wolf,Fuchs fangen und töten Wild
Remise kleines Gehölz auf deckungslosem Feld
riegeln Treiben im Gebirge
rinnen Schwimmen bei Haarwild
Riß von Raubwild getötetes Tier
Röhre Gänge von Fuchs, Dachs und Kaninchenbau
röhren Lautäußerung des Rothirsches bei der Brunft
rollen  ranzen, rauschen
Rosenstock  Stirnzapfen
Rotte Gesellschaft von Schwarzwild
rudern Wassergeflügel schwimmt
rupfen Ausreissen von Federn, von Barthaaren erlegten Wildes
rütteln langdauerndes Halten eines Vogels in der Luft

S

 
Schabracke Sattelfleck
Schalen Hufe des Schalenwildes
schälen   Elch-Rot-Dam-Muffelwild äsen Rinde von Bäumen ab
schärfen mit dem Jagdmesser schneiden
Schaufel Geweih von Elch oder Damwild
schieben Hirsche Rehböcke lassen ihre Gehörne wachsen
Schild besonders gefärbte Fläche auf Brust von Hühnervögel
Schirm Sichtschutz am Boden
schlegeln letztes Bewegen der Läufe
schleifen Lautäußerung des balzenden Auerhahns
Schleppe Balg oder erlegtes Wild wird am Boden gezogen um den Hund auf Fährte zu führen
schliefen Hund und Frettchen kriechen in den Bau
Schlund Speiseröhre beim Schalenwild
Schnalle Geschlechtsteil beim weiblichen Haarraubwild und Hund
schnallen Hund vom Riemen lösen
schnalzen Knappen des Auerhahns
schnarren Ruf des Wachtelkönigs
Schnecke Hörner des männlichen Muffelwildes
Schneider Geringer Hirsch
Schnitthaar Haar vom Schalenwild bei Auftreffen des Geschosses abgetrennt
schnüren Fortbewegen des Fuchses
schöpfen Wild und Hund trinken
schrecken Lautäußerung des Rot- und Rehwildes bei Störung
Schürze Haare am äußeren Geschlechtsteil weiblichen Rehwildes
Schwarte Haut von Schwarzwild und Dachs
Schweiß Blut von Wild
Schwinge Flügel
Seher Augen von Haarraubwild, Hasen, Kaninchen und Murmeltier
setzen Gebären von Schalenwild außer Schwarzwild
Sichel  Stoß des Birkhahnes
sichern Umgebung des Wildes wird aufmerksam geprüft
Spiegel Helle Haare um das Weidloch
Spiel  Stoß des Birkhahns
Spinne Gesäuge bei Rehwild und allen Hirscharten
Spissen Lautäußerung des balzenden Haselhahnes
sprengen Wild mit dem Hund aus dem Bau sprengen
Sprosse Ende am Gehörn oder Geweih
Sprung mindest 3 Stück Rehwild vereint
Ständer Bein von Federwild
Standlaut Bellen des Hundes vor Wild
steigen Gams- und Steinwild klettern
Stich  Halsgrube an der Vorderseite der Brust
Stoß Schwanz aller größeren Federwildarten außer Birkhahn und Fasan
streichen Fliegen von Federwild
Suhle schlammiger Wassertümpel
Sulze Salzlecke

T

 
Talg Feist
Teller Ohren des Schwarzwildes
Terzel männlicher Greifvogel
traben Fortbewegen von Fuchs, Wolf, Dachs in mittlerer Gangart
Träger Hals bei allen Hirscharten
tränken Trinken beim Auerhahn
trensen   Lautäußerung des Rothirsches während der Brunft zur Vertreibung von Nebenbuhler
treten Begattung bei größerem Federwild
Trittsiegel Tritt von Schalenwild
trollen Traben des Schalenwildes

U

 
überfallen Schalenwild überspringt Hindernis
Überläufer Schwarzwild im zweiten Lebensjahr
überstellen Auerhahn fliegt auf einen anderen Ast
Urhahn Auerhahn

V

 
verbeissen Abbeißen junger Pflanzentriebe
verbrechen Markieren des Anschußes
verecken völlig ausgewachsenes Gehörn
verenden gewaltsam gestorbenes Wild
verfärben Schalenwild wechselt die Haare
vergrämen  Wild wird gestört
verhoffen Stehen bleiben um zu sichern
verhören Bestätigen des Standortes von Wild
verklüften Dachs oder Fuchs scharren Erde um den sie bedrängenden Hund
vernehmen hören bei allem Wild
Viole stark riechende Luntenwurzel beim Fuchs
Volk Rebhuhnfamilie
Vorderhand Vorderlauf des Hundes
Vorschlag Schulterblätter zusammen mit den ersten drei Rippen beim Hirsch

W

 
Waffen Klauen des Luchses und Wildkatze, Gewaff beim. Keiler
Waidblatt Großes Jagdmesser zum Abfangen von Wild
Wand Rippen von zerwirktem Schalenwild
Wechsel Pfad des Schalenwildes auch von Wolf, Luchs, Bär
wechseln Schalenwild zieht
Wedel  Schwanz des Schalenwildes
Weiddarm  Mastdarm
Weidloch After bei allem Wild und Hund
Weidsack Magen / Pansen
weidwund Gescheideverletzung
Welpe Junge von Wolf, Fuchs und Hund
werfen  Genbären von Haarraubwild außer bei Bär und Luchs
wetzen Aufeinanderschlagen des Gewaffs, schleifen
Widder männlicher Muffel
Widergang zurückwechseln auf eigener Fährte
winden durch den Geruchsinn orientieren
Windfang Nase bei allem Schalenwild außer bei Schwarzwild
wittern winden
Witterung   Wetter
Witterung Geruch der von Wild ausgeht
wölfen Wolf, Fuchs und Hund gebären
Wolfsklaue selten vorkommende Afterklaue am Hinterlauf des Hundes
Wolfsprosse Ende zwischen Mittelsprosse und Krone des Geweihs
Wundbett  Stelle an der krankes Wild sitzt
Wundfährte Schweissfährte
Wurf Rüssel des Schwarzwildes, Gesamtheit der Jungen bei Wolf,  Luchs, Fuchs, Wildkatze
wurzeln Dachs nimmt Nahrung auf

Z

 
zeichnen Wild reagiert auf Schussverletzung
ziehen Schalenwild bewegt sich fort
Ziemer Rücken des Schalenwildes
Zunge Zunge beim Federwild und bei  Hund
zurücksetzen Schieben eines geringeren Gehörns als im Vorjahr
Zwangswechsel Wechsel den das Wild geländemäßig bedingt annehmen muss
Zwinger Umgrenzter Auslauf um den Schutzraum des Hundes

 

Inhalte in Teilen aus www.jagd.bz und www.jagd-online.de