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JAGDHUNDEAUSBILDUNG & PRÜFUNGEN
Buchcover "vom Welpen zum Jagdhelfer" von Markmann
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Die
Jagdhundeausbildung ist die Grundlage für einen erfolgreichen Einsatz
des Hundes bei der Jagd. Zugleich bringen die erlernten Fähigkeiten
und die Disziplin Freude für den Jagdhund, den Führer und seine
Familie. Im Folgenden werde ich nach und nach einige Schritte der
Jagdausbildung niederschreiben und mit
Fotomaterial hinterlegen.
Bei Fragen und Anregungen zur Hundesausbildung (und allem was
damit zusammenhängt), oder wenn einfach nur ein Dialog bzw. Austausch
gewünscht ist, kann ich das
Deutsch-Kurhaar Forum empfehlen, wo
zahlreiche fachkundige Hundeführer, Züchter und Prüfer aktiv sind. |
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Prüfungen speziell für den Deutsch-Kurzhaar ( DK )
Die
DK-Anlageprüfungen Derby (Frühjahr) und Solms (Herbst) unterscheiden
sich auf den ersten Blick von der VJP und der HZP des JGHV:
-
-durch die Beibehaltung des Notensystems von 0 - 4h anstelle des
Punktsystems von 0 - 11 Punkten
-
-durch das Nichtprüfen der Gesundspur des Hasen. Wir honorieren eine
Hasenspur lediglich mit dem Andreasstern und
-
durch die Beibehaltung der Einteilung in Preisklassen.
Ich möchte alles andere als hier die Diskussion über Wert und Unwert
der Prüfung der Hasenspur neu entfachen. Es gibt sicher die
verschiedensten Wege, die nach Rom führen. Wir sind überzeugt, dass
unsere Hunde sehr wohl in der Lage sind, zwischen Gesund- und
Krankspur zu unterscheiden, und die erbrachten VBR-Nachweise belegen,
dass unser System nicht völlig falsch sein kann.
Im Übrigen meinen wir, mit unseren Noten im Zusammenspiel mit der
Preiseinteilung sehr gut zurechtzukommen. Wir wissen auf den ersten
Blick, dass ein Hund mit einem 1. Preis auf Derby und Solms in Nase,
Suche und Vorstehen und beim Solms zusätzlich bei der Arbeit hinter
der lebenden Ente eine "4", also "sehr gut" hat. Gerade die Noten für
Suche und Vorstehen erfahren dadurch gegenüber VJP und HZP auch
automatisch eine Aufwertung.
Die VGP, die wir auch als Meisterprüfung verstehen, ist Bindeglied zu
allen anderen Vorstehhundrassen. Die Prüfung nach dem Schuss des JGHV
hat für DK keine Bedeutung, weil sie die Arbeit vor dem Schuss im
Wesentlichen vernachlässigt.
Unsere Spitzenprüfungen sind die Internationale Kurzhaarprüfung (IKP),
eine Feld- und Wasserprüfung die dem internationalen
Leistungsvergleich dient und deren Bedeutung in Zukunft zunehmen wird.
Die
Dr.-Kleemann-Ausleseprüfung ist eine Zuchtprüfung mit den weltweit
höchsten Zulassungsvoraussetzungen (Derby 1. Preis, Solms 1. Preis,
VGP 1. Preis, VBR oder VSwP, Formwert sehr gut, HN und HD 0). Diese
Prüfung, die mit Sicherheit den Titel "Auslese-" ist gleich
"Eliteprüfung" verdient, führt beim Bestehen dazu, dass der jeweilige
Hund den Titel "KS" (Kurzhaarsieger) erhält und sich dadurch
ausdrücklich für die Zucht empfiehlt.
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aus Pirsch 25/2001 |
Prüfungstag Derby: Schilderung findet man
hier!
Bilder dort! |
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Die
Ausbildung des Jagdhundes
Hier werde ich nach und nach Tipps,
Anregungen und Erfahrungen bei der Jagdhundeausbildung weitergeben.
Diese Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit;
zudem wird es bei der einen oder anderen Aufgabe alternative
Lösungswege geben, - hier findet man also lediglich einen Weg, so wie
ich den gewählt habe, oder für gut befinde. Die Inhalte werden zukünftig noch überarbeitet und ergänzt.
Weitere Bilder zur
Jagdhundeausbildung findet man
hier!
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Frühförderung &
Grundgehorsam
Die Frühförderung des
Jagdhundes ist für den späteren Jagdgebrauch sehr wichtig,
- um
Anlagen zu fördern (z.B. mit der Reizangel)
- um das Sozialverhalten zu prägen
- um die Rangordnung innerhalb des Rudels (Familie / Umfeld) zu finden
und durchzusetzen
- um die Grundlagen für die spätere Ausbildung und den Gehorsam zu legen
- weil es dem Hund Spaß macht (er möchte Aufgaben haben) und weil
es ein gemeinsames Leben so viel schöner (& erträglich) macht
Das
wichtigste bei aller Ausbildung ist KONSEQUENZ. Dies bedeutet: sofort
eingreifen, wenn es einen "Verstoß" gibt - auch wenn es bei einem
kleinen Hund noch so süß ist.
Den
Kontakt mit vielen anderen Menschen und Hunden in den
unterschiedlichsten Altersklassen ist gerade in der Früherziehung und
Welpenprägung sehr wichtig.
Die
(Zwinger-) Ruhe
Kleine "Rituale" bieten sich an. Ein Wort zur Verabschiedung sagen, was
immer jeden Abend vor der "Verabschiedung" kommt, z.B. "schön
Aufpassen" - sag ich auch wenn ich heute zum Ansitz gehe und er im Auto
bleibt um es zu bewachen und ich erst in 3 Stunden wieder komme.
Wenn er jault und bellt, ruft er nur sein Rudel. Dann gilt es, ein zwei
mal ein scharfes "nein", "pfui" zu äußern. Ist er ruhig dann ruhig in
sachtem Ton loben "sooo ist gut mein Hund". Letztlich heißt es
ignorieren: wenn der Hund allein ist, ruft er einen; er sucht ja wie
gesagt sein Rudel. Hier muss man dann hart bleiben, auch wenn es einem
das Herz zerreißt. Daher: hole ihn erst aus dem Zwinger, wenn er ruhig
ist. Denn dann verknüpft er: bin ich ruhig, kommt irgendwann jemand
wieder. Dauer der "Trennung" ist langsam zu steigern.
Sitz, Ablegen, Warte!
Diese
ersten Befehle sollte man schon so früh wie möglich dem Welpen
beibringen, angefangen ab der 8ten Lebenswoche, wenn der Kleine mit nach
Hause genommen wurde. Ganz am Anfang wird mit einem keinen Leckerli
gearbeitet. Dieses hält man beim "Sitz" über den Kopf des Hundes und
führt es weiter nach hinten. Der Hund streckt seinen Hals nach hinten
und möchte an den Leckerbissen kommen. Mit nochmaligen "Sitz" und einem
leichten Druck auf die Kruppe setzt sich der Hund fast automatisch.
Mehrmals wiederholen, - immer mal wieder zwischendurch. Später, wenn der
Hund das Kommando mit der Position verbunden hat, kann das Leckerli
weggelassen werden und man übt dann das Sitz z.B. kurz vor dem Fressnapf
- hier lässt sich der Hund gut korrumpieren...
Beim Ablegen verfährt man ähnlich. Das Leckerli wird weit vor den Hund
unten am Boden gehalten, aber noch so nah, das er fast herankommen
würde. Dann ein "Ablegen" und leichter Druck auf den Rücken, ggf. noch
die Vorderläufe behutsam nach vorne ziehen. Auch dieses Kommando -
einmal verknüpft - wiederholt man öfters mal spielerisch zwischendurch
und immer vor dem Napf.
Wenn das Ablegen eine gewisse Festigkeit hat, kann man die Dauer des
Ablegens mit dem Kommando "warte" verbinden und langsam die Dauer
ausbauen. Auch hier funktioniert dies bestens vor der Fütterung.
Möchte sich der Hund erheben heißt es "bleib" und ggf. nochmals scharfes
"ablegen".
Schließlich werden alle Kommandos noch mit einem Sichtzeichen
kombiniert; zunächst kombiniert geübt, später auch mal alleine, denn wir
wollen mit dem Jagdhund später im Revier ja kommunizieren können, ohne
reden zu müssen.
Bei Fuß
Wenn
man übt, dann immer nur ein begrenztes Stück / begrenzte Zeit. Man fängt
mit 100 Meter an, dann steigert man auf 200 m , 300 m usw.. Auf
diesen begrenzten Strecken wird jedoch mit Konsequenz gearbeitet und
nichts durchgelassen. Konzentriertes bei Fuß gehen ist angesagt, dabei
ist die Leine kurz, der Hund darf den Kopf nicht mehr als eine Kopflänge
vor deinem Knie haben. Zieht der Hund, scharfes "FUSS !" und ggf.
leichter Ruck an der Leine. Zieht der Hund weiter, stehenbleiben und
"FUSS" !
Dies wiederholen, immer wenn der Welpe zieht stehenbleiben; der Hund
merkt dann, sobald er zieht komme ich gar nicht weiter. Dies ist am
Anfang sehr lästig, weil man selber nicht weiterkommt, wirkt aber. (Am
besten übt es sich vor dem Fressen in der Wohnung / mache ich hin und
wieder auch noch im fortgeschrittenen Hundealte, - dann klebt mein
Hund förmlich an meinem Bein!)
Hat der junge Hund dies kapiert, einfach mal während des Geradeauslaufes
einen scharfen Knick laufen und den Hund ruhig in die Leine laufen
lassen. "FUSS" ! Er merkt dann, dass er sich immer am Führer zu
orientieren hat.
Weitere Übung dazu: man geht an einem Hindernis eng vorbei (z.B. Baum)
und der Hund muss sich an des Führers linkes Bein bewegen um noch
vorbeizukommen. Läuft der Welpe zu weit links neben den Baum - wieder in
die Leine Laufen lassen: Kommando "FUSS" und er muss den
Rückwärtsgang finden.
Da dies anstrengend ist, am besten im Wald oder auf freiem Feld üben, wo
es nicht "nervt" wie in der Stadt. Ggf. auch ein "frei an der Leine"
Marsch finden, wo nicht direkt nach den strengen bei Fuß Regeln gelaufen
wird, sondern im Rahmen der Leinelänge. Das hat ein Hund meist lieber.
Hier aber darauf achten, dass der Hund nicht zieht, falls doch und dann
einwirken mit pfui oder "nicht ziehen" oder so. Hat den Vorteil, dass
man den Fuß-Befehl nicht durch Inkonsequenz "verweicht" wenn man mal
voran kommen möchte aber ein direktes Fuß nicht nötig ist.
Allgemein sollte man darauf achten, den Hund zu loben (z.B. "so ist
recht"), wenn er richtig läuft; dass er weiß: "ah so ist es gut"
Um gezielt einzuwirken empfiehlt es sich (wenn der Hund einmal weiß, was
bei Fuß ist - er nur keine Lust drauf hat) folgendes:
Hund läuft eng neben einem bei Fuß an der Leine: will er dann nach vorne
/ er zieht - scharfes "FUSS". Reagiert er nicht augenblicklich darauf,
bekommt er mit einem flexiblen "Ast" vom Baum (ähnlich wie eine
Peitsche, ca. 90 cm lang + flexibel / biegsam) mit der rechten Hand
hinterm Rücken eine auf seinen Rücken "gepeitscht" (nicht so, dass er
Striemen bekommt, dennoch so, dass es ihm unangenehm ist). Er verbindet
dann: "Bei Fuß" muss eingehalten werden, sonst ist es unangenehm. Da er
nicht sieht, woher der Hieb kommt - für ihn unsichtbar (ja hinterm
Rücken) und dennoch bemerkbar - verbindet er nur "nicht
hören = unangenehm" und nicht "nicht hören = Herrchen tut mir weh", was
für den Bindungsaufbau zwischen Welpe und Hundeführer nicht so ideal
wäre.
Reizangel
Hier
gilt es auch so früh wie möglich mit Übungen an der Reizangel anzufangen, natürlich die erste Zeit
spielerisch. Man bindet dazu eine Federschwinge
oder ein
Kaninchenfell / Fuchsdecke (dieses kann auch präpariert sein; eine frische
Decke ist nicht unbedingt erforderlich) an
einen ca. 2 Meter langen dünneren Ast, der noch ein bisschen flexibel ist.
Das Band selber ist ca. 1,80 lang, so dass man das Stück vom Wild vor
dem Hund tanzen lassen kann. Der Welpe will es unweigerlich aus Instinkt packen wollen. Die ersten
zwei drei male zieht man es weg, dann darf er auf Kommando packen.
Die Reizangel eignet sich auch hervorragend für anfängliche
Vorstehübungen und Gehorsam am Wild, da selbstständiges Einspringen
unterbunden wird.
Dann nach einiger Zeit ( vier, fünf Wochen später, wenn Grundgehorsam sitzt
und der Hund volles Vertrauen zu einem hat) fängt man dann mit dem Apport
und den Schleppen an.
Wasser & Schwimmen
Wichtig ist - den Hund nicht ins Wasser zu zwingen (ins Wasser tragen,
schubsen etc.), da er sonst Angst bekommt und Wasser negativ verbindet.
Besser ist es, den Hund zunächst einfach selber Erfahrungen am Wasser sammeln
zu lassen, indem er zunächst flache und schmale Bäche überqueren
muss. Ideal ist es dann, den Welpen bei anderen Hunden zuschauen zu
lassen, gerade wenn die noch etwas sehr spannendes und interessantes
apportieren. Und - auch richtig - einfach selber mitschwimmen (siehe
Bild Schwimmübung in der
Ausbildungsgalerie), mit interessanten
Sachen (Stock, Knochen, den der Hund haben will etc.). Irgendwann klappt
es dann meist von selber...
Laut- und Sichtzeichen
Ich
verwende zur Kommunikation mit dem Hund Laut und Sichtzeichen - , oft
kombiniert:
Hierher: Arm horizontal abgespreizt, beim Ausrufen "Hierher" dann
Abklappen an das Bein Doppelpfiff (kurz-lang)
Bleib: Flache Handfläche am ausgestrecktem Arm nach vorne (hier
kann der Hund wieder duch hierher oder Pfiff abgerufen werden)
Warte: beide Hände mit nach vorne gerichteten Handflächen, die
durch Abspreizen und Berührung der Daumen ein Dreieck bilden. (hier gibt
es kein Abrufen des Hundes, er wird immer abgeholt; meist wird etwas
dazugelegt, wie z.B. Leine oder Rucksack).
Sitz: nach vorne angewinkelter Arm, mit erhobenem Zeigefinger
Ablegen: Flache Handfläche, Bewegung von Hüfthöhe runter Richtung
Kniehöhe
Fuß: linker Arm senkrecht nach unten an das Bein angelegt +
kreisende Bewegung der Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger
Down: Triller rechter Arm senkrecht nach oben, flache Handfläche
bei der Pirsch: Hund hinter mir abgelegt, ich pirsche einige
Meter vor und gehe in die Hocke. Hund bleibt zurück, wenn ich dann aber
die Fuß-Bewegung mache kombiniert mit Ablegen-Bewegung, kommt er sofort
nach und legt sich unverzüglich neben mich
Voran: ausgestreckter Arm schräg nach vorn mit Zeigefinger
Rechts / links: für Quersuche und Richtungsangabe: ausholende
Bewegung des Armes in Bogenform in die gewünschte Richtung mit dem Arm,
der dem Hund zugeneigt ist. Bei der Quersuche bei Sichtkontakt ohne
Pfiff, sonst ganz kurzer Pfiff
Radfahren: Kommando "ans Rad" (Hund muss rechts sein)
Zudem arbeite ich öfter mit Augenkontakt und leichten Kopfbewegungen.
Leckerli gibt es bei der Einarbeitung öfter, mit zunehmenden Alter
jedoch immer weniger, - dies wird langsam reduziert. Aber auch heute
noch habe ich manchmal "überraschend" ein Leckerli dabei, wenn mein Hund
im Wald von weiter her auf Pfiff oder "hierher" zu mir kommt.....
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Schussfestigkeit
Entscheidend bei der Erlangung
der Schussfestigkeit ist ein sehr behutsames Vorgehen. Dennoch können
diese Übungen schon im frühen Welpenalter beginnen (z.B. ab der 9. Woche).
Phase 1:
Einfach mal, wenn eine zweite Bezugsperson im Raum ist, diese mit dem Hund
spielen lassen. Im Nachbarraum dann mit einer (Butterbrot-)Tüte knallen.
Wichtig: Hund sofort ablenken und freudig weiterspielen als sei nichts
außergewöhnliches oder schlimmes gewesen. Ein paar Tage später: Tüte
im selben Raum knallen lassen; Verfahren wie wie oben gleich.
Phase 2:
Auf den Schießplatz gehen, bzw. ins Revier. Bezugsperson 2 spielt mit dem
Hund. In weiter Entfernung (150- 200 Meter) wird ein Schrotschuss (Kein
Büchsenschuss und auf keinen Fall KW-Schuss - die sind sehr unangenehm
hell und nicht so schön dumpf wie Schrot) abgegeben. Person 2 spielt
weiter wie oben in Phase 1 und lenkt den Hund freudig ab. Wichtig: den
Hund nicht zum Herrchen loslaufen lassen, der den Schuss abgegeben
hat. Danach die Entfernung auf 100 Meter Reduzieren, - Verfahren analog.
Phase 3:
Nach einigen tagen Pause wieder raus und analog Phase 2 fortfahren;
Entfernung auf 50, dann auf 30 Meter reduzieren, - alles weitere
(Ablenkung) wie beschrieben.
Phase 4:
Wieder nach einigen Tagen Pause nochmal bei 30 Meter anfangen mit gleichem
Verfahren. Dann auf 10 Meter ran, dann in unmittelbarer Nähe (natürlich
Schussrichtung abgewandt). Den Kleinen abliebeln, loben, spielen.
Phase 5:
Erster Ansitz, am besten auf Kanin. Hund ist mit auf dem Hochsitz, er wird
bald schlafen....(oder auch nur rumdösen). Dann ein Kanin mit Schrot
erlegen; sofort abbaumen und den Welpen zum Stück führen. Optimal: den
Hund dann mit dem frischen Herzen genossen machen. Dann verknüpft er:
Schuss = Yipeee + Freu
Xaro war so bereits
sehr früh Schussfest und freut sich nun jedes mal tierisch, wenn ich heute
vom Hochsitz komme und er zuvor einen Schuss vernommen hat. (Bei der Derby
Prüfung hat er nur mal kurz zu mir hinübergeschaut und setzte
unverzüglich seine Quersuche fort) .
Phase 6:
In den nächsten Tagen analog Phase 5 mit Büchsenschuss. ggf. mal auch mit
dem Hund pirschen und dann direkt vor seinen Augen (Hund kurz hinter sich
abgelegt) ein Stück Wild erlegen. Danach erst den Pistolenschuss in
unmittelbarer Nähe (natürlich nicht auf Wild !-)
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Standruhe
(eine Schilderung)
Der
Hintergrund: gerade an warmen Abendansitzen nehme ich den Hund ab und zu
mit an den Stand und lege ihn dort unten auf seiner Decke ab; Leine ab, -
aber neben ihn gelegt - das Zeichen für Ruhe und warten, bis Herrchen
wiederkommt. Dies haben wir schon öfters gemacht - es klappt im
allgemeinen auch gut, - zumindest bei Hase, Fuchs, Rehwild - bei der Sau
ist es schon grenzwertig. Nach einem ersten Zittern / manchmal
Zähneklappern geht Xaro zwar manchmal aus dem Ablegen ins
"Halbsitz", aber ein fast lautloses "ablegen" und ein "gaaanz ruuuuhig
mein Hund" lassen ihn dann vom Jagdtrieb ab.
Dieses WE auch so, bis auf mal in ca. 30 Meter Entfernung der noch im Bast
stehende große Rothirsch vor uns auftauchte. Hier war nach 2 Minuten
nichts mehr zu machen: Xaro im Sitz, Haare senkrecht, erst ein leises
brummen, - dann ein Grollen und Ansatz zum "bösen Räuspern" geben.
Logischerweise war der eigentlich recht vertraute Rothirsch dann auf und
davon...... - dumm gelaufen...
Man kann dem entgegenwirken, indem man einen Haken in die Erde setzt,
durch die die Feldleine läuft. Macht er so was, dann zieht man mit einem
kleinen Ruck an der Feldleine. Bis dies jedoch sitzt, erfordert es
aber sicherlich einige "Übungsansitze".
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Schleppen
(von Ingeborg
Voelker-Engler, Walldürn)
Was ist eine Schleppe?
Wie der Name schon sagt, der Schleppenzieher schleppt ein totes Stück
Wild oder ein Dummy an einer Schleppleine hinter sich her. Am Ende der
Schleppe legt er dieses ab und versteckt sich selbst mindestens dreißig
Meter vom Stück/Dummy in gerade Fortsetzung der Schleppspur. Manchmal
arbeitet man auch mit zwei Stücken. Dann legt der Schleppenzieher das
zweite Stück ein paar Meter von seinen Füßen entfernt ab. Auch dieses Stück
darf der Hund aufnehmen, wenn er das erste überlaufen hat, oder, er darf
tauschen. Dann wird der Hund, der dies nicht gesehen haben darf,
angesetzt, um auf der Schleppspur zum Stück zu kommen, es ohne
Einwirkung des Menschen aufzunehmen und zu seinem Herrn zurückzubringen.
Sodann hat er sich vor seinen Herrn korrekt hinzusetzen, das Stück/Dummy
zu halten und erst auf Befehl auszugeben. Hierfür wird er dann ausgibig
gelobt und abgeliebelt.
Wofür ist ein Schleppe gut?
Jedenfalls nicht für die Nase, denn eine frisch gezogene Schleppe ist
für die Nase des Hundes kein Problem.
Also, warum dann überhaupt Schleppenarbeit?
Mit der Schleppenarbeit erreiche ich, dass der Hund herausgeht, also in
Entfernung von mir arbeitet. Insbesondere Hunde, die hiermit
Schwierigkeiten haben, die Kleber, können so zu einem selbständigeren
Arbeiten ermutigt werden. Zugleich hat die Schleppe ein geringeres Maß
an Gehorsam nötig als die Freiverlorensuche, denn in gewissem Sinne
bindet die Schleppspur den Hund auch.
Zugleich aber zeigt die Schleppe auch ganz genau an, ob der Apport
durchgearbeitet ist.
Denn, das ist die eigentliche Schwierigkeit: dass der Hund mit dem
gefundenen Stück/Dummy freudig und schnell zu seinem Führer zurückkehrt,
nicht unterwegs mit dem Stück/Dummy herumspielt, es gar vergräbt oder
damit verschwindet, um es selbst zu behalten.
Auf der Schleppe wird also ziemlich schnell offenbar, ob der Apport
stimmt und ob das Verhältnis zum Führer stimmt.
So kann es sein, dass ein zu hart herangenommener Hund nur zögerlich zu
seinem Herrn zurückkehrt aus Angst. Ein noch nicht gehorsamer Hund
spielt mit dem Stück oder bringt es seinem Herrn nicht.
Stimmt der Biss nicht, dann verliert der Hund unterwegs das Stück/Dummy,
kaut auf ihm herum, knautscht.
In gewissem Sinn kann man so an den Schlepparbeiten recht genau sehen,
ob der Hund sauber gearbeitet ist oder nicht!
Wie lege ich die Schleppe?
Die Schleppe wird laut Lehrbuch mit Nackenwind gelegt, die ersten 50 bis
100 m gerade, dann kommen ein oder zwei stumpfe Winkel. Am "Anschuss"
wird dem Dummy/Stück ein paar Federn/Wolle ausgerissen und dort
abgelegt. Das Dummy wird ein paar mal im Kreis an dieser Stelle
geschleppt und so der Anschuss hergestellt.
Bitte den Anschuss gut markieren, wobei ein
fertiger Hund sich den Anschuss auch selbst sucht.
Für den Anfang o.k., ansonsten halte ich dafür, in die Schleppe möglichst
scharfe Winkel einzubauen, damit der Hund sich anstrengen muss, die
Schleppe voranzubringen. Möglichst oft den Bodenbewuchs wechseln. Auch
mal über Wege ziehen! Nicht das ganze Stück den Boden berühren lassen,
sondern nur das Hinterteil.
Und vor allem, sobald der Hund weiß, was Sache ist, die Stehzeiten
erhöhen. Eine halbe Stunde, eine Stunde, drei Stunden, sechs Stunden
warten mit dem Ansetzen des Hundes.
Wie setze ich den Hund an?
Zunächst einmal mache ich die meisten Schleppen an der langen Leine!
Dadurch kann ich das Tempo, das meistens zu hoch ist, verlangsamen und
dem Hund beibringen, sorgfältig zu arbeiten und ich habe unter
Kontrolle, dass er auch aufnimmt und bringt.
Wenn das alles wirklich einwandfrei ist, dann gehe ich an die freien
Schleppen. Hierfür habe ich eine Ablaufleine, ich nehme einfach ein
Stück einer Wäscheleine, das ich dem Hund um den Hals lege. Ich führe
ihn an den Anschuss, gehe langsam!! die ersten zwanzig Meter auf der
Schleppe mit und lasse dann das eine Ende der Leine los. Nun kann der
Hund alleine weiterarbeiten.
Die Einarbeitung des Welpen
Bereits mit 11 bis 12 Wochen mache ich die ersten kleinen (anfangs
Futter-) Schleppen von
20 m mit dem Welpen an der Leine. Am Ende wird das Stück/Dummy lebendig
gemacht, so dass der Welpe zufasst und dann geht es mit mir auf der
Schleppspur!!! (das ist wichtig!) zurück.
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Zwangsapport
Zunächst
zum "Zwang": Jeder "kopfstarke" Hund braucht einen gewissen Druck
und klare Ansagen damit er weiß wo es lang geht - was wichtig ist - und
wer der Rudelführer ist (das Herrchen / Frauchen). Dies hat aber nichts mit
Zwang zu tun und schon gar nicht mit Teletakt oder Stachelhalsband (das
man höchstens ganz vereinzelt selektiv / punktuell mal einsetzten kann -
aber nicht muss).
Bei mir gibt es alles in allem eine freudige Ausbildung - denn das macht
dem Hund auch am meisten Spaß und seine Motivation - und damit auch Leistungen
-
steigen.
Trotzdem gehe ich mit ihm auch mal robust um, denn der Jagdhund "jagt",
- sein
ureigenster Trieb. In bestimmten Situationen stellt er Wild, er kämpft ggf.
mit diesem und er würgt es ab, - er tötet. Man erlangt dadurch
Charakterausbildung, die sich zwar nicht im "Privatleben mit der Familie &
Hund" wiederspiegelt, aber schon in der Jagdausbildung, wo er nun - einmal
am warmen Wild dran war - jagen will. Dieses muss man kanalisieren mit
konsequenter Ausbildung - ja nach Hund (ob Hündin, Rüde, oder Alpha-Tier)
unterschiedlich stark - auch mal mit "fester / harter Hand" und mit viel
Aufmunterung und Lob hinbekommen. Die feste Hand hat dann aber noch nichts
mit Zwang zu tun, sondern mit Konsequenz.
Zwang wende ich nur beim Zwangsapport an, der ist für den Hund nur in den ersten
Übungseinheiten unangenehm, weil er dies nicht kennt und sonst ja nur
spielerisch gearbeitet wurde. Schnell merkt er aber, dass - wenn er
korrekt ausführt - die Arbeit genau soviel Spaß macht und Hund und
Herrchen sich freuen. Zwang bedeutet hier aber nicht = Qualen für das Tier,
sondern mit harter Hand dem Tier zeigen, dass es unter allen Umständen nur
eine richtige Lösung der gestellten (Apport-) Aufgabe gibt: suchen finden
bringen ! Später denkt der Hund auch nur so in den drei Begriffen. Machst
man das spielerisch, klappt der Apport in 95% der Fälle; aber mal auch nicht,- was
sich ein Jäger nicht leisten kann, wenn nur ein Hund da ist und Wild
schnell abgetan werden muss. Bei Zwang kennt der Jagdhund nur den obigen Weg und
"kann" quasi nicht von irgendetwas abgelenkt werden.
Ich
beginne beim Apport sofort mit dem Zwangsapport. Ich nehme eine kleinen Apportierbock, den ich mit einem Stück präparierten
Fuchsfell umwickelt habe. Den halte ich dem Hund - der vor mir sitzt - vor
den Fang und sage "Apport". Packt er nicht zu, mache ich den
Über-Fang-Griff
und öffne seinen Fang und schiebe das Apportel hinein und schließe den
Fang, halte die eine Hand unter den Kiefer, mit der anderen Hand halte ich
den Gegendruck auf dem Hinterkopf, damit er sich nicht abwenden kann. Dann
Lobe ich den Hund: "sooooo ist recht mein Hund, - fein" ....
Dann Kommando "AUS" und ich lasse die Hand vom Kiefer weg und nehme ihm das
Apportel ab. Ein paar mal wiederholen, bis er irgendwann das Apportel
freiwillig nimmt. Immer wieder wiederholen, - aber nie zu lange, - Pausen
machen! Ganz wichtig, immer die Übung mit Erfolg für den Hund abschließen und
loben, anschließend spiel und toben....
Sitzt der Apport mit dem Apportel vor dem Fang, dann in den nächsten Tagen mit
dem
Apportierbock immer weiter herunter gehen, so weit, bis er irgendwann auf
dem Boden vor dem Hund liegt. Auf genaue Ausführung achten, sonst Zwang:
mit
Erfolg abschließen Loben, spielen.
Dann Apportel langsam vom Hund entfernen, ein Meter zwei Meter usw.;
scharfes Apport und der Hund wird es aufnehmen (man selber steht direkt am
Apportel, der Hund kommt quasi zu ihnen nimmt das Stück auf und setzt sich.
Auf Kommando gibt er dann aus. Dann legt man das Apportel drei Meter vom Hund
entfernt ab und man selbst geht nochmal zwei Meter weg. Dann "APPORT" -
wie mit einem Peitschenschlag muss es kommen!.
Kommt der Hund dann mit dem Ding im Fang zu einem: nochmal "APPORT", gehobener
Zeigefinger, ggf. leichter Druck hinten dass er sich setzt. Will er zu
früh
ausgeben, nochmals scharfes "APPORT" und mit der Hand den Unterkiefer hochdrücken....
dann "AUS" und Loben.....
Aber bei allen Sachen
sollte man immer daran denken: nicht mit der Dauer
übertreiben. Lieber dreimal am Tag 5 oder 10 Minuten als einmal zu
lange.... sonst wird es für den Hund langweilig und man überfordert ihn.
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Wasserarbeit
Die
Wasserarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Solms Prüfung. Hier werden
die Grundlagen für den späteren Einsatz bei der Entenjagd gelegt. Es ist
manchmal schwierig, den Hund zum freien Stöbern im Schilf zu bringen.
Schwimmt der Hund erstmal im Weiher und sucht nach Aufforderung das
Gewässer ab, schmeißt man dann die tote Ente weit ins
Wasser / Schilf; der Hund wird dahin schwimmen wo der Platscher herkam und
schließlich die Ente wittern. Geht der Hund nicht weit genug hinaus, schafft ihm
Anreiz indem man kleine Steinchen oder Erdklumpen in die Nähe der Ente ins Wasser
wirft. (Der Hund soll natürlich nicht sehen, dass Du man etwas hineinwirft. Es geht um das Klatschen im Wasser; das findet er interessant
und er wird dort suchen.
Die Steinchen braucht man nur ein zwei drei mal werfen, dann kapiert der
Jagdhund meist.... wichtig ist, das die Steine auch untergehen - also kein
Holz oder ähnliches schwimmbares Material verwenden - , denn er soll dort ja nur suchen und
nichts außer der Ente finden.) Der Hund wird also bis zum Auftreffpunkt schwimmen
und dort die tote Ente im
tiefen abgelegenen Schilfwasser aufspüren. Nun, wird er von mal zu mal freiwilliger
weiter hinaus schwimmen, da er verbindet, dort etwas zu finden. Der Anreiz
bzw. geweckte Anreiz ist natürlich um so größer, wenn es sich um eine lebende Ente
(- z.B. legal in NRW-) gehandelt hat, die er dort aufspürte.....
Geht er dann immer noch nicht weit genug ins Schilf hinaus, muntert man
ihn auf / rüdet ihn an, oder geht ggf. ans andere Ufer und lockt von dort ....
natürlich schließt man auch hier immer mit Erfolg ab, indem man dann
kurzfristig einen Ente ins Schilf wirft und ihn dort finden lässt. So
merkt er nach und nach.... arbeite ich weit, - habe ich Erfolg !
Dummy-Arbeit
Hat man nicht immer echte Enten zur Verfügung, so bietet sich auch die
Arbeit mit Dummies an:
Beschreibung:
Der Hund lernt, wo er das Flugwild zu fassen hat: der frei schwingende
Kopf und die Füße sind aus Hartplastik und für den
Hund unangenehm zu fassen. Der schwimmfähige Korpus hingegen besteht aus
einem stabilen, aber weichen Kunststoff, der den Wildkörper gut imitiert.
Gewicht, Größe und Aussehen entsprechen denen des echten Wildes. Die
Kombination mit den passenden Duftstoffen (Entenwitterung wird in den
weichen Körper gespritzt) ist sinnvoll und problemlos
möglich.
Aus der Praxis.....
"Dann ging es ab an den Weiher, nachdem ich Xaro ersteinmal an Land an den
neuen Apportel gewöhnt habe (wollte nicht das Risiko eingehen, dass er den
uninteressant findet, nicht aus dem Wasser holt und ich letztenendlich hinschwimmen
muss, um die Investition zu retten
). Danach habe ich den Dummy ein paar mal vor seinen Augen ins Wasser geschmissen .. er
ist auf Kommando hinterher
und hat mir den Dummy freudig gebracht. Am Anfang nicht optimal gepackt, aber aufgrund der oben
beschriebenen Konstruktion hat er innerhalb von drei Versuchen genau in
der Mitte gepackt.
Später habe ich den Entendummy außerhalb seiner Sicht im Schilf versteckt
und ihn suchen lassen.... mit Erfolg... .
So trainiert ging es einen Tag später an die "echte" Ausbildung, die er
mit Bravur packte. Frei gesucht und sauber gebracht.... ich bin so guter
Hoffnung für die Solms.
Es folgt demnächst:
Schussfestigkeit im Wasser
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Down
Das Down
ist eine Gehorsamsübung und zugleich die Notbremse im Jagdeinsatz. Auf
Triller-Pfiff muß der Hund sich unverzüglich ablegen und zudem noch den
Kopf auf den Boden legen. (Bei den ertsen Übungen drückt man den Kopf mit
der Hand leicht zu Boden und wiederholt dabei Triller und das Wort "DOWN".
Da diese Übung insgesamt dem Hund nicht sonderlich gefällt, da die
Unterordnung sehr stark ist, sollte man mit Down-Übungen erst dann
anfangen, wenn der Hund sehr gefestigt ist - z.B. mit 6 - 8
Monaten. Anfangs hilf eine Zweite Person, die auf den Hund auch dann noch
einwirken kann, wenn ich 20 Meter von ihm entfernt pfeife und zum Down
auffordere. Die Dauer des Downs und die Entfernung zum Hund würde
muß man langsam steigern. Jedesmal, wenn der Hund dann
rankommen will ein scharfes NEIN und ggf. nochmal ein Triller Pfiff.
Klappt es gar nicht auf jeden Fall konsequent sein. Hingehen, Hund nehmen
und an den Platz bringen wo er ursprünglich liegen sollte: "DOWN" !
"DOWN
VORWÄRTS " ist eine weitere Steigerung, - eine Bestrafung für den Hund bei
groben Verstößen jeglicher Art. Hierbei muss der Hund im Down vorwärts
kriechen / robben, was ihm ganz und gar nicht gefällt.
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Quersuche mit Vorstehen
Die Quersuche im Feld wird
bereits bei der Derby Anlageprüfung gefordert, - meist kombiniert mit dem
Vorstehen; sie wird bei der Solms erneut abgefragt. Die Quersuche erfolgt
grundsätzlich ohne Feldleine, der Hund läuft frei. Gut eignen sich
begrenzte landwirtschaftliche Flächen, die einen mittleren Bewuchs haben
(wie z.B. Rübenschläge im Spätsommer), damit sich darin Niederwild wie
Rebhuhn, Hase, Fasan etc., drücken können,
Wichtig ist, zunächst genau auf die Windrichtung zu achten, da der Hund
immer gegen den Wind angesetzt wird, um die Witterung aufnehmen zu können.
Ggf. muss man also das Feld vorher umschlagen. Ist der Hund bereits recht
sicher in der Quersuche, kann der Wind ggf. auch etwas von der Seite
kommen, da ein erfahrener Jagdhund sich den Wind selber holt.
Ruhig geht man nun mit dem Hund etwa ein / zwei Meter ins Feld und lässt
ihn in Sitz gehen. Ich nehme ihm bei der Quersuche grundsätzlich die
Halsung ab und beruhige ihn dabei und danach noch ein wenig - eine Art
Ritual, das seine Konzentration schärft. Dann schicke ich ihn mit einem "Suuuch
voran !" los, gehe die ersten paar Meter leicht schräg nach links mit ihm
mit. Der Hund kann frei und sollte auch zügig laufen; dabei nicht
unbedingt auf Sicht gehen, sondern die Nase einsetzten - was er aber im
Laufe von Übungen automatisch macht. Gelangt er an die Feldkante,
empfiehlt es sich in der Anlernphase, einen kurzen Pfiff zu geben. Der
Hund ist aufmerksam und schaut dabei meist den Führer an. Mit der linken,
- dem Hund zugewandten Schulter und meinem erhobenem linken Arm der eine
Kreisbewegung zur anderen Feldseite schlägt, schicke ich den Jagdhund
hinüber, - nochmals mit dem Befehl "Suuch voran". Man geht wieder ein
Stück mit in die Richtung, die der Hund einschlagen soll, am Anfang jedoch
mit weniger Raumgewinn in die Tiefe, eher quer. Ist der Jagdgehilfe an der
rechten Seite des Feldes angelangt, - kurzer Pfiff, dann gleichzeitig mit
dem rechten Arm eine deutende Kreisbewegung zur linken Seite machen:
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Am Anfang der Quersuchen-Ausbildung kann man noch unterstützend an den
Wendepunkten pfeifen, später sollte dies jedoch immer mehr minimiert
werden. Der Hund lernt und muss dann immer den Sichtkontakt zum Führer
behalten. In dem Moment des Blickkontaktes kommt die deutliche
Armbewegung und man schickt den Hund. Ist der Raumgewinn mal zu tief,
bzw. kommt der Hund vom eigentlichen Feld ab, kann man ihn auch
zurückpfeifen / zu sich pfeifen und nochmals losschicken.
Nimmt der Hund Wildwitterung auf, so wird man dies schnell an einem
stärkeren Wedeln seiner Rute merken, zudem steht der Jagdhund mehr unter
Spannung und er wird einen Bereich des Feldes intensiver mit tiefer Nase
absuchen. Dann heißt es, - dem Hund Zeit geben und ihn nicht
voranschicken. Im optimalen Fall kommt der Hund dann zum Vorstehen, z.T.
ohne Sichtkontakt zu haben. Dann erfolgt ein "Stehhhhhh!", - man begibt
sich direkt und zügig zum Hund und trägt ihn unter viel Lob ab. Das
Vorstehen kann man begünstigen, indem man Wild gezielt aussetzt und den
Hund zum Punkt hindelegiert. Allgemein ist sonst noch zu beachten, dass
man Wert darauf legen sollte, gerade die Feld- und Ackerränder
abarbeiten zu lassen, da sich erfahrungsgemäß dort oft Wild aufhält.
Immer sollte man darauf gefasst sein, das auch mal direkt vor dem Hund
ein Stück Wild hochgeht. In diesem Fall heißt es sofort "DOWN"-Triller.
Bei Prüfungen ist es Brauch, seine Kopfbedeckung zu heben, falls der
Hund sich lösen sollte. Die weiter entfernt stehenden Prüfer können so
erkennen, dass das Verharren des Hundes in dem Moment kein Vorstehen
ist.
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Schweißarbeit
(von Ingeborg Voelker-Engler,
Walldürn)
Grundsätzlich ist für mich die Schweißarbeit eine Gehorsamssache.
Nasenmässig haben unsere Hunde keine Schwierigkeiten, einen Viertel Liter
Schweiß auf 1000 m oder gar 400 m wahrzunehmen.
Es geht zum einen darum, dass der Hund gehorsam genug ist, diese Arbeit,
die er bald als Fake erkennt, in Zusammenarbeit mit uns zu machen.
Zum zweiten geht es darum, die Verleitungen zu ignorieren, bzw. sie
anzuzeigen, aber nicht weiter zu verfolgen.
Nun gibt es Hunde, die eine Passion auf Schweiß haben, einen unbedingten
Willen, die werden diese Fährte immer machen. Und es gibt die anderen, die
einfach keine Passion hierfür haben, aus denen werde ich nie einen
ordentlichen Hund auf Schweiß machen können.
Die allermeisten liegen in der Mitte. Bei konsequenter Ausbildung sind sie
zu guten und sogar exzellenten Leistungen fähig, die einem Schweißhund
kaum nachstehen.
Das heißt: früh übt sich, wer ein Meister werden will. Die ersten
Schweißarbeiten beginnen im Welpenalter mit ca. 4 Monaten. Das ist aber
von der Rasse und der persönlichen Entwicklung des Welpen abhängig.
Früher begann man mit der drei Stundenfährte, dann wurden es fünf, dann 7
Stunden und so weiter. Davon halte ich nichts. Da es um den Umgang mit
Verleitungen geht, mache ich von Anfang an die Fährten auch für den Welpen
über Nacht. Lieber kürzer, dafür Übernachtfährte.
Von Anfang an baue ich Verweiserpunkte in die Fährte ein: Knochensplitter,
Stücke von der Decke, Leberfetzen, Lungenstücke. Verweist der Hund diese
oder einen Tropfen Schweiß, so lege ich ihm etwas leckeres hin, was er sonst nicht bekommt auf das Verwiesene. Damit lernt der
Hund, dass es sich lohnt zu verweisen und intensiviert dieses Verhalten.
Außerdem kombiniere ich den Schweiß mit dem Fährtenschuh und baue
Abschnitte ein, in welchen nur der Fährtenschuh und die Bodenverwundung
vorhanden ist und kein Schweiß.
Falls möglich wird immer der Schweiß, die Verweiserpunkte und das, was am Ende liegt-
ein Haupt, ein Lauf, eine (nicht getrocknete!!) Decke vom gleichen Stück
verwendet. Niemals Schweiß von verschiedenen Wildarten mischen und auch
nicht von Stücken der gleichen Wildart. Selbst Welpen ignorieren zum
Beispiel eine Rehdecke, die am Ende einer mit Sauschweiß gespritzten Fährte
liegt.
Während der Fährte wechsele ich die Techniken. Ich arbeite nach wie vor
mit dem Stock, nur, teilweise tupfe ich, teilweise spritze ich mit dem
Stock, teilweise tropfe ich. Erfahrungsgemäß arbeitet der Hund die getupfte Fährte am besten, sie
steht auch am besten. Aber die meisten Fährten werden heutzutage gespritzt
und dann kann man ganz alt aussehen, wenn der Hund dies nicht kennt.
Schweißarbeit ist Gehorsamsarbeit. Das heißt: zur Vorbereitung gehört für
mich die Arbeit am allgemeinen Gehorsam des Hundes, Sitz, Platz, Down, was
intensiv zu üben und in der Übung zu halten ist.
Wichtig ist, die Schweißarbeit nicht zu übertreiben. Hat die Fährte
absolut nicht geklappt, gibt es ein paar Tage später die nächste. Hat der
Hund seine Sache gut gemacht, ist erst im nächsten Monat die Schweißarbeit
wieder dran. Jeder, der einen Hund auf Schweiß ausbildet, wird einmal an den Punkt
kommen, dass der Hund ganz offensichtich die Fährte nicht voranbringen
will. Er führt überallhin, nur nicht auf den Schweiß.
In der Litaratur heißt es nun überall: ja keinen Druck machen!! Überall
Druck, Zwang, ja, aber nicht auf Schweiß!
Meine Erfahrungen sind da anders.
Wie gesagt- Schweiß ist ein Gehorsamsfach. Ob Hund Lust oder nicht hat,
spielt daher keine Rolle.
Was ist zu tun?
Natürlich kann ich die Fährte ergebnislos abbrechen, den Hund hungern
lassen und dann wird er die nächste allein schon aus Hungergründen machen.
Meine Meinung ist: es gibt nichts anderes, als die Fährte fertig zu
machen. Geht der Hund nicht freiwillig auf den Schweiß, sondern
verweigert, dann geht es eben down voran auf dem Schweiß. Muss ich zum
fünften Mal an einer Stelle ansetzen- dann eben zum fünften Mal. Es gibt
aber nichts anderes als, wie auch immer, ankommen. Der Hund darf nicht den
"Erfolg" haben, dass ich die Arbeit mit ihm abbreche. Eine Bekannte hat
ihren verweigernden Hund an einem Baum angebunden und kam erst nach einer
Stunde wieder zurück und brachte die Fährte zu Ende.
Es gibt keine Patentlösung, jeder muss hier mit seinem Hund die richtige
Lösung finden.
Von daher muss die Fährte so ausgezeichnet sein, dass ich immer weiß, wo
ich mich befinde und wie sie verläuft. Die kleinste Unsicherheit
meinerseits kann bedeuten, dass ich entweder dem Hund unrecht tue - weil er
drauf ist, oder ich nicht ankomme, weil ich den Hund nicht wieder richtig
ansetzen kann. Das heißt aber für mich am Anfang: eine Übungsfährte zu
legen erfordert viel viel Zeit.
Wie lege ich eine Fährte?
Sobald der Hund einmal verstanden hat, worum es auf der Schweißfährte
geht, baue ich, ganz entgegen der Meinung der meisten Lehrbücher,
rechtwinklige Haken ein. Damit lernt der Führer, wie der Hund sich
verhält, wenn er überschießt. Und der Hund lernt, sorgfältig zu arbeiten.
Auf der Fährte selbst baue ich Verweiserpunkte ein: Stücke von der Decke,
Knochensplitter, Leberstücke etc. Verweist mir der Hund diese, kommt das
Kommando "Zeig her"! Ich lasse den Hund nicht weitergehen, sondern greife,
arbeite mich an der Schweißleine nach vorn zum Hund und lasse ihn dabei
keinen Schritt weiter. Auch ein Ablegen-Befehl ist angebracht. Nun suche ich
mit dem Hund nach dem Schweiß, der oft nur noch in Form von
Schneckenschleim da ist. Nun bekommt der Hund auf diesen ein Leckerchen
gelegt. Bald schon verweist der Hund öfter und öfter und das kommt mir ja
zu gute, da ich dann weiß, dass wir richtig sind.
Fährtenschuhe gibt es in den abenteuerlichsten Varianten. Bei vielen
bricht man sich beinahe den Hals, weil der Lauf unter dem Schuh befestigt
ist.
Wie angenehm ist dagegen ein Fährtenschuh, der
a. aus Metall ist und damit die Hauptbodenverwundung- Geruch auf den Lauf
leitet.
b. einen ordentlichen leicht händelbaren Verschluss hat
Die
Schweißarbeit lebt ja gerade davon, dass es mal ganz wenig, mal gar keinen
und ab und an ein wenig mehr Schweiß gibt. Von daher halte ich von einer,
wie bei einer Schleppe, durchgezogenen Schweißfährte herzlich wenig. Außer
beim Einarbeiten von Welpen, da nimmt man herkömmlich einfach Lunge und
zieht diese, oder ein Netz mit Gescheide gefüllt.
Ich verwende bei der Schweißarbeit einen einfachen Stock, an dessen beiden
Enden jeweils ein kleiner Tupfer auf gutem!! Schwamm angebracht ist.
(Guter Schwamm ist deshalb wichtig, weil ein schlechter zu viel Schweiß
abgibt. Ich hasse "Schweißfährten" die man mit dem bloßen Auge ohne Hund
verfolgen kann. Das gibt es zwar auch ab und an bei Totsuchen, aber oft
hat man ja fast gar keinen Schweiß!) Verliere ich einen Tupfer in den
Dornen, kann ich noch den zweiten nehmen.
Beim jungen Hund tupfe ich bei jedem Schritt, je weiter die Ausbidung
fortschreitet, desto weniger Schweiß gibt es- max. ein Achtel l auf 400 m,
dann auf 1000 m .
Dann tupfe ich allenfalls jeden zweiten Doppelschritt, lasse mal 50 m
gar keinen Schweiß, aber- immer mit Fährtenschuh!! Denn das Reh löst sich
auch nicht für 50 m in Luft auf, die Bodenverwundung muss immer da sein-
und zwar die richtige! Deshalb ist mir ein Fährtenschuh wichtig, bei
welchem möglichst die Platte, auf der der Schuh steht, aus Metall ist, und
dass möglichst kein Schuh oder nur ein kleiner Teil mit dem Boden in
Berührung kommt. Denn auch der menschliche Schuh erzeugt Bodenverwundung
und es ist nicht ganz klar, wie lange diese steht.
Der Stock hat den Vorteil, dass ich während der Fährte die Technik
wechseln kann und so trage damit zugleich der Tatsache Rechung, dass die
Prüfungen zum Teil getupft, getropft oder gesprüht werden. Ich kann tupfen, tropfen und spritzen. Genau wie das
verwundete Stück: oft liegt der Schweiß ja nicht auf dem Boden, sondern
wird seitlich abgestreift, findet sich also auf den Blättern der Büsche,
an Bäumen, an den Brennesseln. Ist ein Blutgefäßt verletzt, sprüht der
Scheiß.
Verweiserpunkte
Das sind Fellstücke, Knochenstücke, etwas mehr Schweiß.
Wenn der Hund stehen bleibt und mit der Nase diesen Punkt bewindet oder
frisst, dann zeigt er (verweist er) mir ja diesen Schweiß oder dieses
Fellstück etc. Dann weiß ich , dass der Hund auf der Fährte drauf ist.
Sobald er stehen bleibt, gehe ich sofort zum Hund, nötigenfalls sage ich:
sitz oder ablegen.
Dann sage ich: "Zeig her" und schaue, was er da hat.
Anschließend lege ich auf den
Boden eine kleine Belohnung, die er fressen darf.
Am Ende der Schweißfährte liegt ein Lauf, den der Hund dann mitnehmen
darf, das ist seine Beute.
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Es folgt demnächst:
Gehorsam am Wild
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Bringselverweiser
Voraussetzung fürs
Bringselverweisen ist der Apport. Man befestigt auf
einem Stück Pfosten eine Rehdecke, dass sie der Hund
nicht wegziehen kann -
die Decke ist ja tabu für ihn. Der nächste Schritt besteht darin, das
Bringsel von der Decke zu apportieren, das ist für den ausgebildeten
Apporteur kein Problem. Wenn das funktioniert, legt man den
Hund
ab und zieht die Decke vor seinen Augen einige Schritte weg und legt das
Bringsel darauf. Nun schickt man den Hund mit "such verwund, zeig
das Reh" zur
Decke. Dort angekommen, weiß er, dass er das Bringsel nehmen und
bringen
muss. Ist dies geschafft, entnimmt man es ihm im Sitzen und lobt
kräftig.
Dann gibt man ihm den Befehl "zeig das Reh" und geht mit ihm zur Decke. Nach
einigen Wiederholungen wird er meist verstehen was von ihm erwartet wird.
Funktioniert dies, befestigt man das Bringsel an seiner Halsung, bei
der
Decke angekommen wird er nach dem Bringsel suchen und es an seiner
Halsung
finden. Wieder kommt er, führt einen zum Stück und es gibt eine Belohnung.
Später kann man die Decke dann immer weiter entfernen. Ein Fehler der
oft
passiert, ist der, dass der Hund manchmal anfängt, das Bringsel in
den
Fang zu nehmen, bevor er beim Stück angelangt ist. Hier sollte einen
Helfer
so positioniert werden, dass dieser den Hund bei der Ausarbeitung der Fährte
beobachten kann; nimmt er das Bringsel zu früh in den Fang, wird er
unfreundlich korrigiert. Hat er das alles verstanden, wird er einen sofort
ohne weitere Aufforderung zum Stück führen nachdem ihm das Bringsel
entnommen wurde. Das ist die leichteste Methode des Totverweisens, es
muss
nichts neues erlernt werden.
Beim Lautverweisen müsste er zudem lernen, zu Ihren Füßen laut zu geben
(oder beim Totverbeller: Laut am Stück).
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Radfahren (eine Schilderung)
Es war
soweit.... Sonnenschein, mal nicht im Revier und Zeit für eine weitere
Lektion im Hundeleben: Radfahren mit dem Hund.....
Obwohl Xaro schon 16 Monate alte ist (Achtung, - nie in zu jungem
Welpenalter damit anfangen da der Körper noch zu schwach für eine
Ausdauerbelastung ist), hatten ich es bislang noch nie praktiziert, denn
eigentlich gehe ich lieber mit dem DK jagen, bilde ihn jagdlich aus,
spiele mit ihm oder gehe mit ihm spazieren. Dennoch, - es kann ganz
praktisch sein, wenn ein Hund in der Lage ist, beim Radfahren dabei zu
sein (z.B. für den Weg in den Biergarten an warmen Sommertagen oder
-abenden)
Also los ging es, Hund die Halsung um (freu) und Tracking-Bike raus
(Hund: Fragezeichen? ).
Als Kommando habe ich mir "ans Rad" ausgewählt. Xaro schaut mich verduzt
an... "was'n das für'n Befehl?" Wichtig ist beim Radfahren, dass er an
meine rechte Seite kommt, um mal später im Straßenverkehr geringeren
Gefahren ausgesetzt zu sein.
Irgendwie bekomme ich ihn auf die rechte Seite und lasse in dort stehen
um den neuen Befehl zu wiederholen, dann rolle ich langsam vorwärts.
Hund sofort voran... "NEIN - ans Rad mein Hund"; dabei ziehe ich an der
Leine, die ich zur Sicherheit natürlich nur festhalte, aber nicht
umgehängt habe, damit es mich im Fall der Fälle nicht vom Rad reißt).
Xaro tappelt zurück - na klar an meine linke Seite. "Ans Rad!" ...und
rumgezogen...
Wieder ein Stück voran und wieder zieht er nach vorne.... "ans Rad" und
dann will er (wie "bei Fuß") irgendwie wieder an meine linke Seite -
geht aber nicht, da da ja das Rad dazwischen ist - also drängt er sich
erstmal an das Rad / das Tretlager - süß ..."Nein Xaro - ans Rad"
.... und dabei ziehe ich ihn leicht nach rechts vom Rad weg....
So geht es einige Male, bis es halbwegs funktioniert und er zumindest
schnell kapiert: "ans Rad" .... rechte Seite. Dann steige ich auf den
Drahtesel und fahre langsam, den DK neben mir. Immer wieder der neue
Befehl und ein paar Alte: "Nicht ziehen" und "laaangsam".
So nach 5 Minuten klappt es spitze, ich kann so einigermaßen fahren, der
Hund neben mir in schneller Gangart. Immer mit der Angst, wenn er jetzt
nach links zieht, fahr ich ihn an, oder ihm über die Pfote; daher am
Anfang nicht zu schnell. Dann ein fremder Hund - ich nur noch langsam -
ahne was kommt: Xaro sofort an meiner Linken - so wie er es gelernt hat)
.... "Nein - ans Rad", - naja - für den Anfang geht es. Wir fahren durch
den Wald und mit der Zeit wird es immer besser. Dann löse ich die Leine
während des Fahrens und "auf !"... Hund und Herrchen kommen zügig voran;
zwischendurch kommt er immer mal wieder an die Leine. Nach ca. 30
Minuten - dem Hund hängt die Zunge schon weit heraus, links ein Graben
voll mit Wasser: Xaro nimmt ersteinmal ein kühlendes Bad - und weiter
geht es. Bald sind wir wieder daheim und ich muss sagen, dass mein
Kleiner das echt schnell kapiert und gut gemacht hat..... nächstes
Wochende gibt es eine Wiederholung, denn ich denke, dass es nach seinem
Anschein auch ihm gut gefallen hat, so flott mit seinem Herrchen
unterwegs zu sein.... |
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Weitere Bilder zu Ausbildung des Jagdhundes findet
man hier!
weiterführende Literatur:
speziell zu jagdlichen
Ausbildung kann ich folgende Bücher empfehlen...
Markmann: der Jagdhundwelpe (Welpenkauf, jagdliche Frühförderung etc.)
Markmann: vom Welpen zum Jagdhelfer (baut auf den ersten Band auf)
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