.

 

 

Homepage

Jagd

Jagdpraxis

Jagdzeiten

Ausrüstung

Einrichtungen

Jagdformen

Eindrücke

Jagd vorbei

Wildküche

Jagdkultur

Revier

Impressionen

Jagd-Strecke

Jagdhunde

DK

Xaro v. Bruch

Ausbildung

Waffen&Ballistik

Büchsen

Flinten

Kurzwaffen

Munition

Ballistik

Optik

Links

Kontakt

Sitemap


 


JAGDFORMEN / JAGDARTEN                                  Infos nützlich? =>

Die Jagd wird auf unterschiedliche Art und Weise ausgeübt. Im folgenden sind die gebräuchlichsten Jagdformen / Jagdarten kurz beschrieben. Verschiedene Eindrücke, Augenblicke und Szenen der Jagd sind in der Bildergalerie Jagdeindrücke zu finden.

Drückjagd / Treibjagd (Bewegungsjagd)

Die Drückjagd ist eine Jagdform der Gesellschaftsjagd mit langer Tradition. Sie Unterscheidet sich von der Treibjagd dadurch, dass die Drückjagd überwiegend im Wald auf Schalenwild (also Schwarzwild, Rotwild, Damwild, Rehwild usw. stattfindet), Treibjagden werden hingegen meist in der Feldflur auf Niederwild (Hase, Fasan, Fuchs, aber ohne Rehwild) abgehalten; die typische Bewaffnung ist die Flinte mit Schrot. Bei der Drückjagd wird überwiegend die Büchse oder die kombinierte Waffe eingesetzt.

 

Drückjagd im Detail

Neben den Treibern gibt es auch sogenannte „Durchgehschützen“, die meist auch Hundeführer sind. Beide ziehen in einer Kette durch den zu bejagenden Revierteil. Im Prinzip treiben bzw. „drücken“ die Treiber und Hunde das Wild aus Ihren Einständen zu den an Wechseln oder Schneisen platzierten Schützen(reihen). Eine Drückjagd sollte im optimalen Fall revierübergreifend stattfinden, um zum Einen die Beunruhigung im Wald auf ein zeitliches Minimum zu begrenzen, zum Anderen hält sich (flüchtiges) Wild nicht an Reviergrenzen, es wechselt - gerade unter Stress – häufig in benachbarte Reviere.

Die Drückjagdsaison beginnt im Herbst und endet meist im Februar. Drückjagden werden durchgeführt, um durch eine konzentrierte und einmalige Großaktion in den Wildbestand einzugreifen. Dabei kommt das Wild den Schützen vertraut, oft wird es durch den Spurlaut der jagenden Hunde bereits angekündigt. Das Wild zieht oft an mehreren Schützenständen vorbei und kann in der Regel gut angesprochen und mit einem sauberen Treffer erlegt werden. Oberstes Ziel ist es, in den Schwarzwildbestand einzugreifen, um dem rasanten Populationszuwachs (Vermehrungsraten von bis zu 400% pro Jahr) entgegenzuwirken. Hauptsächlich soll in die Altersklasse der Frischlinge und Überläufer eingegriffen werden; führende, besonders Leitbachen sind zu schonen, um die Familienverbände zu erhalten. Bei der Jagd auf Keiler ist drauf zu achten, dass diese (hochflüchtig) nicht mit ausgewachsenen Bachen verwechselt werden, da diese kurzfristig im Rahmen der Drückjagdbeunruhigung vom Verband getrennt worden sein können. Im weiteren Fokus stehen zudem Kahlwild / Kälber und Ricken / Kitze.  Hohe Priorität sollte auch die Bejagung des Fuchses haben. Übergeordnete Ziele sind daraus folgend: Rückgang von Wildschäden (Verbiss- und Schälschäden, gebrochene Äcker etc.), Eindämmung von Krankheiten (Schweinepest, Tollwut etc.) und nicht zuletzt die Gewinnung von hochwertigem Wildpret (Fleisch).

Die Durchführung einer erfolgreichen Drückjagd erfordert eine professionelle Vorbereitung; nur so stellt sich der gewünschte bzw. mögliche Erfolg ein. In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich einiges im Umfeld der Drückjagd geändert.
Ein zeitgemäßes Drückjagdkonzept kann folgendermaßen ausschauen:

Allgemein:

  • Großräumige, revierübergreifende Drückjagden ab ca. 500ha zusammenhängender Waldfläche

  • Einbeziehung der jagdlichen Nachbarn bei der Planung und Organisation

  • Weiträumiges Abstellen der Schützen

  • Tragfähiges Sicherheitskonzept:

- Warnwestenpflicht für alle Treiber,
  Hundeführer und Durchgehschützen
- Hutbandpflicht für alle angestellten
  Schützen
- Warnhalsungspflicht für alle eingesetzten
  Jaghunde
- Kennzeichnung verbotener Schussrichtungen
  / Einweisung durch Ansteller
- Kugelfang (ggf. erhöhte Jagdböcke)
- ausdrückliches Verbot, die Stände während
  des Treibens zu verlassen
- keine selbstständige Anschusskontrolle /
  Nachsuche während der Jagd
- Rettungskette / Telefonnummern
- Verkehrssicherungspflicht (inkl. Info
  Verkehrsbehörden) / Warnschilder etc.

  • Laut jagende Hunde sowie disziplinierte und ortskundige Treiberwehren

  • Bewährte Schweißhundegespanne in ausreichender Zahl, auch für den nächsten Tag

  • Jagdkultureller Rahmen: Streckelegen / Schüsseltreiben

  • Vermarktungsstrategie für das erlegte Wild

Vorbereitung / Organisation:

  • Einladungsschreiben an Jagdgäste, Hundeführer, Schweißhundegespanne und Treiber:
    - Einladungsschreiben beinhaltet Orts- und Zeitangaben, Bestimmungen, Sicherheit- und Freigabe
    - Einforderung von Schusstrainigsnachweis

  • Bestimmung der Helfer / Ansteller; Aufgaben:
    - bringen Schützen zum Sitz und holen wieder ab
    - Anschussuntersuchung und Entscheidung über weitere Maßnahmen
    - Einsammeln der ausgefüllten Standkarten
    - markieren der erlegten Stücke mit Ohrmarken; Eintragung in Erlegerliste

  • Größenordnungen:
    - pro 10 ha                     1 Schütze
    - pro 20 ha                     1 Treiber
    - pro 20 ha                     1 Hund
    - pro 20 Schützen           1 Schweißhundegespann
    - pro 5 Jäger                   1 Anschusserfahrener Ansteller

  • Zusätzliche Hutbänder und Warnwesten für „Vergessliche“

  • Einrichtung eines Fahrdienstes (zum Anstellen und abholen der Schützen)

  • Inspektion sämtlicher Drückjagdstände auf Sicherheit; Markierung verbotener Schussrichtungen

  • Revierkartenausschnitte mit Eintrag der Schützen

  • Abschluss von Hundeversicherung

  • : es ist möglich, als Beständer eine "Meuteversicherung" auf Tagesbasis für alle Hunde im Treiben abzuschließen; damit sind die Hunde dann zusätzlich versichert. Die Kosten liegen umgelegt auf die "übliche" Schützenanzahl vs. Hunde bei ca. 8 - 10 Euro. Oft gibt es auch Rahmenverträge der LJ-Verbände mit einzelnen Versicherungen. Ein Anbieter ist z.B. die Gothaer Versicherung, Abt. JYS in Göttingen Tel. 0551-701-4391
  • Einrichtung von Aufbrech- und Nachsuchepausen und Errichtung eines Aufbrechplatzes / Ort für Strecke legen

  • Wildfolgevereinbarung

  • Hundemeldeliste

  • Erlegerliste

  • Standkarte (zweiseitig in Jagdscheingröße als PDF Download 153 KB) für jeden Schützen vorbereiten / kopieren

  • Ort für Schüsseltreiben

  • Ggf. Abstellschützen und Schweißhundegespanne für Tag nach der Jagd
     

Jagdtag:

  • Jagdscheinkontrolle

  • Schießtrainigsnachweis (laufender Keiler / Schießkino etc.)

  • Einsammeln Geldbetrag (ca. 10€ pro Schütze) für Hundeversicherung / Treiber

  • Ausgabe von Hutbändern / Warnwesten

  • Ausgabe von Standkarten (hier als PDF Download 710 KB), Revierkarten, Ohrenmarken, Notfallnummern und Schreibzeug

  • Begrüßung:
    - Begrüßung der Jagdgesellschaft
    - Vorstellung des Jagdleiters und der weisungsbefugten Helfer
    - Hinweis auf Standkarten
    - Ansage aller wichtigen Sicherheitshinweise und – bestimmungen (eigene Schussverantwortung,
      Warnkleidung, Verlassen des Standes, Verbot ins Treiben zu schießen, Kugelfang, Laden der Waffen etc.)
    - Freigabe (eindeutig und detailliert)
    - „Hahn in Ruh“ bei mehr als zwei beschossenen, aber nicht verendeten Tieren
    - Fangschuss
    - Zeitraum des Treibens / Tagesablauf (Pausen / Aufbrechen / Strecke legen etc.)
    - Einsammeln freilaufender Jagdhunde am Ende des Treibens
    - Vorstellen der Ansteller und ihrer Aufgaben

  • Abblasen

  • Aufbrechen (inkl. Proben für Trichinen-Beschau); ggf. empfiehlt es sich, stärkeres Wild (z.B. geschossene Sau) vor einem später gelegenen zentralen Aufbrechen vorab am Anschuss zu lüften.

  • Strecke legen:
    Beim Legen der Strecke ist seitens der Schützen und Treiber achtsam mit dem Wild umzugehen. Es ist nicht gern gesehen, wenn das Wild unachtsam hingeworfen wird, oder man über das zur Strecke gelegte Wild steigt. Derartige Verhaltensweisen werden als Ausdruck von Geringschätzung gegenüber dem erlegten Wild gesehen.

    Üblicherweise wird das Wild auf die rechte Körperseite zur Strecke gelegt, und zwar in bestimmter Reihenfolge (je nach Vorkommen): Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Rehe, dann kommen Fuchs, Hase, Kaninchen, Fasan, Rebhuhn, Ente. Die stärksten Tiere jeder Art werden rechts an den Anfang der betreffenden Reihe gelegt.

    Bei der Niederwildjagd wird die Strecke in folgender Reihenfolge gelegt: Füchse, Hasen, Kaninchen, Fasanen und sonstiges Flugwild wie Schnepfen, Ringeltauben oder Enten. Wenn viel Wild auf der Strecke liegt, wird jedes zehnte Tier einer Wildart etwas vorgezogen.

    Der Abschluß der Jagd wird die Strecke mit den Schützen, Hundeführern, Treibern und Bläsern verblasen. Einige Anordnungen sind dabei üblich, z.B. Folgende: Die Jäger nehmen vor der Strecke Aufstellung. Gegenüber stehen die Bläser und  "schauen dem Wild ins Waidloch". Hundeführer und die Treiber stehen an der rechten Seite der Bläser. Linksseitig der Bläser bzw. rechtsseitig der Jäger steht der Jagdherr bzw. der Jagdleiter.

    Der Jagdleiter meldet dem Jagdherren die Strecke, der allen dankt, die an der Vorbereitung, dem Ablauf und dem Gelingen der Jagd Anteil hatten. Danach überreicht er die Erlegerbrüche an die Schützen mit einem Waidmannsheil, die sich mit einem Waidmannsdank bedanken und sich den Bruch an die rechte Hutseite stecken.
    Mit den Totsignalen für die einzelnen Wildarten sowie mit "Jagd vorbei und Halali" endet die Jagd.

  • „zum Essen“

 

Eine lesenswerte Zusammenfassung mit Empfehlungen zu Bewegungsjagden (174 kb) hat der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV BW) herausgegeben. Inhalte sind:

  • Rechtliche Aspekte bei Bewegungsjagden

  • Grenzen für Bewegungsjagden

  • Bewegungsjagd und Sicherheit

  • Waffen, Munition, Optik

  • Eignung der Jagdteilnehmer / Einüben der Jagdart

  • Organisation von Bewegungsjagden

  • Jagdleitung

  • Einsatz von Jagdhunden

  • Versorgen von Wild/Wildbrethygiene/Wildbretvermarktung

  • Jagdliches Brauchtum

  • Jagdstörungen


Im Rahmen einer guten Vorbereitung zur Drückjagdsaison kann man zudem noch Seminare besuchen, die oft kostenlos in Jagdclubs, Hegeringen, LJV usw. angeboten werden. Inhalte der oben genannten Auflistungen kommen aus einem Vortrag von Edgar Neubert, Mitglied im Jagdclub Bad Nauheim.

 

 

 

Ansitz

Die Ansitzjagd ist eine der üblichsten Jagdformen. Die Jagdausübung findet von einem Hochsitz (ggf. auch Erdsitz) statt, wobei die üblichen Entfernungen zwischen 20 m und 200 m liegen, unter günstigen Bedingungen auch darüber hinaus. Meist finden sich Hochsitze und Kanzeln an Wildwechseln, Äsungsflächen, Feldern, Wildäckern oder Kirrungen. Der Vorteil der Ansitzjagd liegt in der guten Deckung, die der Hochsitz bringt. Wild ist kaum in der Lage, den Jäger bei ruhigen und leisen Bewegungen in der Kanzel visuell und akustisch auszumachen. Lediglich der Wind und die damit verbundenen "Witterung" vermag den Jäger zu verraten. Dies kann jedoch relativ einfach unterbunden werden, indem der Jäger sich vor dem Ansitz über die vorherrschende Windrichtung informiert und dementsprechend den besten Hochsitz auswählt. Die Höhe des Hochsitzes trägt zudem dazu bei, dass die Witterung nicht direkt für das Wild auszumachen bzw. zuzuordnen ist. Wild kommt so meist vertraut, kann in Ruhe angesprochen werden und mit einem ruhigen, aufgelegten Schuss gestreckt werden. Der Ansitz findet meist in den Morgen- oder Abendstunden statt, bei entsprechendem Mondlicht auch als Nachtansitz. Es empfiehlt sich, ca. 1 bis 1,5 Stunden vor der eigentlichen Jagdzeit den Platz - gegen den Wind und leise - eingenommen zu haben, um eine direkte Beunruhigung der Umgebung vor der Jagd zu vermeiden; Fahrzeuge sind in einiger Entfernung zu parken (ca. 100m - 500m je nach Gelände- bzw. Revierbeschaffenheit), Türen und Kofferraum sind leise zu schließen.

Neben geeigneten Waffen wie Büchse & Drilling, der richtigen Munition, Fernglas sowie der sonstigen Ausrüstung ist vor allem eines wichtig: Geduld
Mit der Einstellung, dass auch ein Ansitz ohne Strecke am Ende des Tages ein Erlebnis ist - weil man sich an der Natur erfreut hat -, ist die Ansitzjagd eine der schönsten und entspannenden Jagdformen.  

 

 

 

Pirsch

Die Pirsch ist eine Jagdform, bei der man dem Wild und der Natur "am nächsten" ist. Dabei pirscht man durch den Wald, ggf. mit Unterstützung eines Jagdhundes, und versucht, Wild gegen den Wind anzugehen und zu erlegen. Hierbei ist es wichtig die Wechsel, Äsungsflächen und Einstände des Wildes zu kennen, sowie sich langsam, leise und unauffällig zu bewegen und somit eins mit der Natur zu werden. Eine leichte und führige Jagdwaffe erleichtert die Jagdausübung.


 

Baujagd

Da ich selber kein Experte in Sachen Baujagd bin, sondern lediglich ab und an den Fuchs am Bau bejage, möchte ich hier zunächst auf eine Website verweisen, die recht gute Inhalte aufzuweisen hat: Der Baujagdspezialist
Neben der eigentlichen Baujagd, auf die hier später eingegangen wird, möchte ich zunächst den Kunstbau erläutern:

Wie sollte der ideale Kunstbau aussehen? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Sehr viele Anbieter bieten daher Einröhrensysteme an, die einen sehr einfachen Einbau ermöglichen, jedoch einige Schwierigkeiten mit sich bringen. Aus jahrelanger Erfahrung an verschiedenen Bauen ist nachfolgender Kunstbau entstanden. Das Standart-System ist recht einfach aufgebaut: Man hat einen ideal geformten Kessel, der über zwei jeweils 6 Meter lange Röhren zugänglich ist:

 

Durch die zwei Eingänge wird dem Hund "das Sprengen" vereinfacht. Mit der Verwendung von 20er Röhren ist ein Eindringen des Dachses nahezu ausgeschlossen. (Das recht preisgünstige System kann bei  Klaus Wirth, Balzheim unter 0170 / 6818543 käuflich erworben werden.)


 

IM AUFBAU:

Großwildjagd

Weitere Jagdarten

 

Am Ende einer jeden Jagd steht die Versorgung des Wildes. Zu diesem Thema habe ich bereits einige Punkte niedergeschrieben: Wildversorgung