.

 

 

Homepage

TL privat

TL Beruf

Promotion

Jagd

Jagdpraxis

Jagdzeiten

Ausrüstung

Einrichtungen

Jagdformen

Jagd vorbei

Wildküche

Jagdkultur

Revier

Impressionen

Jagd-Strecke

Jagdhunde

DK

Xaro v. Bruch

Bildergalerie

Ausbildung

Bildergalerie

Waffen&Ballistik

Büchsen

Flinten

Kurzwaffen

Munition

Ballistik

Optik

Links

Kontakt

Sitemap


 

DER DEUTSCH KURZHAAR (DK)

                                                                           Uno vom Bruch - H. Heilmann (Zwinger "vom Nonnenhaus")                                                          


Alles Rund um den Deutsch-Kurzhaar und den Zwinger "von Bruch" mit Welpen unter der Domain www.Deutsch-Kurzhaar.eu und im Deutsch-Kurzhaar Forum unter www.forum.deutsch-kurzhaar.eu

Der Deutsch-Kurzhaar im Profil

Der Deutsch-Kurzhaar (DK) bzw. "Deutsche Kurzhaarige Vorstehhund" ist die älteste Rasse unter den kontinentalen Vorstehhunden, die das "Deutsch" als Namensbestandteil in ihrer Rassebezeichnung führen. Bereits um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde das Zuchtbuch DK insoweit geschlossen, als zumindest offiziell keine Einkreuzungen anderer Rassen mehr stattfanden. Von seinen frühesten Anfängen her wurde der DK als vielseitiger Jagdgebrauchshund gezüchtet und ausgebildet. Dies wird nicht zuletzt dadurch belegt, dass ein DK als erster Hund in das Jagdgebrauchshundestammbuch eingetragen wurde - aufgrund einer bestandenen VGP. An dem Zuchtziel der Väter unserer Rasse hat sich bis heute nichts geändert. Wir wollen den DK als vielseitigen Jagdgebrauchshund, der sich nach dem Schuss vor keiner anderen Vorstehhundrasse verstecken muss und der vor dem Schuss den Jäger, der den Blick für diese besonderen Eigenschaften nicht verloren hat, durch seine Eleganz, seinen Suchenstil, sein Vorstehen und seine feinen Manieren begeistern kann. Nicht unerwähnt soll hierbei die Ausdauer bleiben, die ihn auszeichnet, wenn höhere Temperaturen und schwieriges Gelände besondere Anforderungen stellen.
Getreu des Grundsatzes "durch Leistung zum Typ" achten unsere Züchter auf einen hohen Formwert, wohl wissend, dass die Summe der Eigenschaften, die im Standard DK auch international festgelegt sind, nicht allein unter ästhetischen Gesichtspunkten zu sehen sind, sondern vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass diese, je besser sie ausgeprägt sind, unsere Hunde zu besonderen jagdlichen Leistungen befähigen. Die jährlichen Eintragungszahlen der Welpen ins Zuchtbuch Deutsch-Kurzhaar schwanken in den letzten zehn Jahren um die Zahl 1200, wobei im Zuchtjahr 2001 eine leichte Zunahme der Welpenzahl um fast zehn Prozent registriert werden kann. DK liegt mit seinen Eintragungszahlen in Deutschland deutlich hinter Deutsch-Drahthaar, die über 3000 Welpen eintragen, und in etwa gleichauf mit den Kleinen Münsterländern. Ein messbarer Leistungsvergleich ist zu anderen Rassen nur begrenzt möglich. Er kann sich nur auf die gemeinsamen Prüfungen und Leistungsnachweise beziehen. Die alljährlichen Prüfungsübersichten des Stammbuchführers des JGHV lassen erkennen, dass DK bei der VGP, der VSwP und vor allem beim VBR zur Spitzengruppe zählt, wenn man bei den dort veröffentlichten Ergebnissen die Relation zur Welpenzahl berücksichtigt. Weltweit gehört DK sicher zu den verbreitetsten deutschen Jagdgebrauchshunden. Die Welpenzahlen zum Beispiel Frankreich und Italien liegen weit über den deutschen Eintragungszahlen.
Die prüfungsmäßige Erfolgsbilanz korrespondiert mit den Erfolgen beim jagdlichen Einsatz. Wenn auch die Suchjagd, insbesondere auf Federwild, heute für viele zu einem besonderen "Schmankerl" geworden ist, das man sich nur selten gönnt, dann aber umso mehr mit einem DK genießen kann, so bleiben die vielen anderen Einsatzmöglichkeiten. Zu den Selbstverständlichkeiten der Arbeiten nach dem Schuss wie freudigem Apportieren, Nachsuchen, Verfolgen kranken Wildes auch im schwierigen Gelände, Schweißarbeit und Arbeit im Wasser kommen auch die Stöbereinsätze im Wasser und im Wald. Auch wenn von Züchtern konkurrierender Rassen, die mehr auf das Stöbern spezialisiert sind, gelegentlich sogar unsachlich gegen den Einsatz von Vorstehhunden bei Bewegungsjagden polemisiert wird (wobei natürlich die Gefahr des Überjagens der eigenen Rasse bewusst negiert oder zumindest heruntergespielt wird): Unsere DK werden mit großem Erfolg auch bei der Hochwildjagd, insbesondere der Jagd auf Schwarzwild, eingesetzt. Sie sind dann nach dem Treiben in aller Regel wieder zur Stelle.
Unzutreffend sind auch die gelegentlich negativen Äußerungen bezüglich der Wasserpassion des DK. Dass kurzhaarige Hunde bei der Wasserarbeit benachteiligt seien, gehört sicher in das Reich der Fabel. Ich kenne keinen Meeressäuger mit krausem Haar. Die Zeiten, in denen die Wasserqualität eines durchschnittlichen DK höchsten Anforderungen nicht standhielt, liegen mehr als ein halbes Jahrhundert zurück.
Das kurze Haar, das unserer Rasse den Namen gab, hat wesentlich mehr Vorteile als Nachteile. Es ist nicht nur pflegeleichter und trocknet schneller, sondern die Gefahr von Schnee- und Eisklumpen an den Läufen und an der Bauchwolle ist nicht gegeben.
DK hat, geschichtlich bedingt, teilweise ein eigenes geschlossenes Prüfungssystem mit einigen Unterschieden zum Prüfungssystem des JGHV das die meisten anderen Vorstehhundrassen in Deutschland nutzen (siehe Kasten).
Die Bedeutung, die wir der Suche und dem Vorstehen beimessen, entspricht nicht nur unserem Zuchtziel. Wir wissen auch, welche Bedeutung diese Fächer im Ausland haben. Länder, in denen das Field-Trial eine Zuchtprüfüng ist (man sollte dieses Prüfungssystem nicht einfach als Sport abtun!), gewichten diese beiden Fächer in besonderem Maß, und eine erfolgreiche Zusammenarbeit in einem Weltverband lebt von gegenseitiger Toleranz. Umso erfreulicher ist eine weltweite Entwicklung hin zu dem vielseitigen, sehr leistungsstarken Jagdgebrauchshund DK.

aus Pirsch 25/2001

Standard des Deutsch-Kurzhaar entsprechend des Deutsch-Kurzhaar-Verbandes e.V.

Ursprung: Deutschland
Datum der Publikation des Orginalstandards:      25.10.2000
Verwendung: Vielseitig einsetzbarer Jagdgebrauchshund
Klassifikation Gruppe 7 Vorstehhunde
Sektion 1 Kontinentale Vorstehhunde,
Typ "Braque". Mit Arbeitsprüfung

Kurzer geschichtlicher Überblick:

Die Geschichte von Deutsch-Kurzhaar beginnt mit den Hunden, die bei der Netzjagd auf Federwild, vor allem in den Mittelmeerländern, und bei der Beizjagd eingesetzt wurden. Über Frankreich, Spanien und Flandern kamen die Vorstehhunde an die deutschen Fürstenhöfe. Die wichtigste Eigenschaft dieser Hunde war ihre Vorstehleistung. Mehr noch wurde ein vorstehender Hund verlangt, nachdem die erste Doppelflinte (1750) gefertigt war. Vor dem Hunde wurde "Flugwild im Fluge" erlegt. Das war der Einstieg zum Übergang von einem reinen Vorstehhund zum vielseitigen Jagdgebrauchshund.

Als entscheidende Unterlage für den Aufbau und die Entwicklung der Zucht erscheint seit 1897 das "Zuchtbuch Deutsch-Kurzhaar". Prinz Albrecht zu Solms-Braunfels war es, der Rassekennzeichen, Beurteilungsregeln der Körperform und schließlich auch einfache Prüfungsregeln für Jagdhunde aufstellte. Heute durchläuft der Deutsch-Kurzhaar den Filter einer ausgefeilten Zucht- und Prüfungsordnung.

Im Standard wird festgelegt, wie der vielseitige Jagdgebrauchshund Deutsch-Kurzhaar beschaffen sein soll. Das befähigt ihn, alle Anforderungen im Jagdbetrieb bis ins hohe Alter zu erfüllen.

Allgemeines Erscheinungsbild
Edler, harmonischer Hund, dessen Körperbau Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit gewährleistet. Aufrechte Haltung, fließende Außenlinien, trockener Kopf, gut getragene Rute, straffes, glänzendes Fell und raumgreifende, harmonische Bewegungen unterstreichen seinen Adel.

Wichtige Proportionen
Die Rumpflänge sollte die Widerristhöhe ein wenig übertreffen.

Verhalten / Charakter (Wesen)
Fest, ausgeglichen, zuverlässig, gezügeltes Temperament, weder nervös, scheu noch aggressiv.
Kopf
Trocken, markant, weder zu leicht noch zu schwer, in Stärke und Länge der Körperform und dem Geschlecht entsprechend.
Oberkopf
Schädel
 
Genügend breiter, flach gewölbter Schädel, schwach ausgeprägter Hinterhauptstachel, Stirnfurche nicht zu tief, erkennbar ausgebildete Augenbrauenbögen.
Stop
Nur mäßig ausgebildet.

Gesichtsschädel
Nasenschwamm
 
Etwas vorspringend. Nasenöffnungen genügend weit, breit und beweglich. Grundsätzlich braun, bei schwarzen Hunden oder beim Schwarzschimmel jedoch schwarz. Nur bei weißer Grundfarbe ist eine fleischfarbene oder gefleckte Nase zulässig.
Fang 
Lang, breit, tief und kräftig um dem Hund das richtige Tragen des Wildes zu erleichtern. Der Nasenrücken zeigt, von der Seite gesehen, eine leichte Wölbung in allen Obergängen von einer edel geformten Ramsnase bis zu einer geringen Erhebung über die gerade Linie, beim Rüden stärker ausgeprägt. Die ebenfalls noch zulässige ganz gerade Nasenrückenlinie ist weniger ansprechend, ein durchgebogener (konkaver) Nasenrücken ist ein schwerer Fehler.
Lefzen 
Anliegend, nicht zu stark überhängend, gut pigmentiert. Fallen von der Nase bis zum Trennungspunkt fast senkrecht ab, gehen dann in einem flachen Bogen zum mäßig ausgeprägten Lefzenwinkel.
Kiefer/Gebiss
Zähne Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greifen sollte und die Zähne in etwa senkrecht im Kiefer stehen; mit 42 gesunden Zähnen gemäß der Zahnformel.
Wangen 
Kräftig, gut bemuskelt.
Augen 
Von mittlerer Größe, weder hervortretend noch tiefliegend. Die ideale Farbe ist dunkelbraun. Die Lider gut anliegend.
Behang 
Mäßig lang, hoch und breit angesetzt, glatt und ohne Drehung dicht am Kopf herabhängend, unten stumpf abgerundet. Weder zu fleischig noch zu fein. Er soll nach vorn gelegt, ungefähr mit dem Lefzenwinkel abschneiden.
Hals 
Länge in Harmonie zum Gesamtbild, zum Rumpf hin allmählich breiter werdend. Nacken sehr muskulös und leicht gewölbt. Straff anliegende Kehlhaut.

Körper
Obere Profillinie
 
Gerade und leicht abfallend.
Widerrist 
Deutlich.
Rücken 
Fest, gut bemuskelt. Die Dornfortsätze sollen durch Muskulatur verdeckt sein.
Lenden 
Kurz, breit, muskulös, gerade oder leicht gewölbt Übergang vom Rücken zur Lende stramm und gut geschlossen.
Kruppe 
Breit und genügend lang, nicht kurz abgeschlagen und zur Rute hin nur leicht abfallend, gut bemuskelt.
Brust 
Mehr tief als breit mit gut ausgeprägter Vorbrust und möglichst weit nach hinten reichendem Brustbein. Brustbein und Ellenbogengelenk sollen in gleicher Höhe liegen. Rippen gut gewölbt, weder flach noch tonnenförmig, Hintere Rippen gut herabreichend.
Untere Profillinie und Bauch 
In einem eleganten Bogen leicht aufgezogen nach hinten verlaufend, trocken.
Rute 
Hoch angesetzt, im Ansatz kräftig, sodann sich verjünge, mittellang. Für den Jagdgebrauch etwa um die Hälfte gekürzt. In der Ruhe herabhängend, in der Bewegung waagerecht und nicht zu hoch über der Rückenlinie oder stark gekrümmt getragen. (In Ländern, in denen der Gesetzgeber ein Rutenkupierverbot erlassen hat, kann die Rute naturbelassen bleiben. Sie sollte bis zum Sprunggelenk reichen und gerade bzw. leicht säbelförmig getragen werden).

Gliedmaßen

Vorderhand
Allgemeines 
Von vorne betrachtet gerade und parallel, von der Seite betrachtet gut unter dem Körper stehende Läufe.
Schultern 
Schräg und nach hinten flach anliegendes Schulterblatt. Kräftige, trockene Muskulatur. Gute Winkelung zwischen Schulterblatt und Oberarm.
Oberarm 
Möglichst lang, gut und trocken bemuskelt.
Ellenbogen 
Am Körper anliegend, jedoch nicht angepresst, weder auswärts noch einwärts gedreht, weit nach hinten platziert. Gute Winkelung zwischen Oberarm und Unterarm.
Unterarm 
Gerade, ausreichend bemuskelt. Kräftige, nicht grobe Knochen.
Vorderfußwurzelgelenk 
Kräftig.
Vorder
mittelfuß 
Minimale Winkelung von Unterarm und Vordermittelfuß, nie steil stehend.
Vorderpfoten 
Rund bis löffelförmig, mit eng aneinanderliegenden, ausreichend gewölbten Zehen. Kräftige Zehenkrallen. Derbe, widerstandsfähige Ballen. Sie fußen parallel, im Stand und in der Bewegung weder ein- noch auswärtsgerichtet.
Hinterhand
Allgemeines 
Von hinten betrachtet gerade und parallel. Gute Winkelungen. Kräftige Knochen.
Oberschenkel 
Lang, breit und muskulös. Gute Winkelung zwischen Becken und Oberschenkel.
Knie 
Kräftig, mit guter Winkelung zwischen Ober- und Unterschenkel.
Unterschenkel 
Lang, muskulös und sehnig. Gute Winkelung zwischen Unterschenkel und Hintermittelfuß.
Sprunggelenk 
Kräftig.
Hintermittelfuß 
Senkrecht stehend, kräftig.
Hinterpfoten 
Rund bis löffelförmig, mit eng aneinanderliegenden, ausreichend gewölbten Zehen. Kräftige Zehenkrallen. Derbe, widerstandsfähige Ballen. Sie fußen parallel, im Stand und in der Bewegung weder ein noch auswärts gerichtet.
Gangwerk 
Raumgreifend, mit viel Schub und entsprechendem Vortritt, in Vorder- und Hinterhand gerade und parallel; dabei gut aufgerichtete Haltung. Passgang ist unerwünscht.
Haut 

Straff anliegend, ohne Faltenbildung.
Haarkleid
Haar
Kurz und dicht, soll sich derb und hart anfühlen. Am Kopf und am Behang soll es dünner und kürzer sein, an der Unterseite der Rute nicht auffallend länger. Es sollte den ganzen Körper bedecken.

Farbe 
a) Braun, ohne Abzeichen.
b) Braun, mit geringen weißen oder gesprenkelten Abzeichen an Brust und Läufen.
c) Dunkler Braunschimmel mit braunem Kopf, braunen Platten oder Tupfen. Die Grundfarbe eines derartig gezeichneten
Hundes ist nicht braun mit weiß oder weiß mit braun, sondern das Haar zeigt ein so inniges Gemisch von braun und weiß, dass hieraus jenes für den praktischen Jagdgebrauch so wertvolle, unauffällige Äußere entsteht. An der Innenseite der Hinterläufe sowie an der Rutenspitze ist die Färbung häufig heller. 
d) Heller Braunschimmel mit braunem Kopf, braunen Platten, Tupfen oder ohne Platten. Bei dieser Färbung sind braune Haare in geringem Maße vorhanden, es herrschen die weißen Haare vor.
e) Weiß, mit brauner Kopfzeichnung, braunen Platten oder Tupfen;
f) Schwarze Farbe in denselben Nuancen wie die braune bzw. Braunschimmelfarbe. 
g) Gelber Brand ist zugelassen.
h) Blesse, Schnippe und gesprenkelte Lefzen sind zulässig.

Größe 
Widerristhöhe 
Rüden: 62 bis 66 cm
Hündinnen: 58 bis 63 cm

Fehler 
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten ist als Fehler anzusehen, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
- Fehler in der Aufrichtung, Fehler im Geschlechtstyp.
- Zu kurzer Fang.
- Zu starke oder zu geringe
Belefzung.
-
Fehlen von insgesamt 2 Zähnen (P1 und M3), d.h. von den insgesamt 4 P1 und 2 M3 dürfen höchstens 2 Zähne fehlen.
- Zu helles Auge. Hellgelbe Greifvogelaugen.
- Zu langer, zu kurzer, zu schwerer, zu schmal angesetzter oder gedrehter Behang.
- Lose Kehlhaut.
- Leichter Karpfenrücken.
- Zu kurze Kruppe.
- Zu tiefe Brust.
- Rute zu hoch über der Rückenlinie oder stark gekrümmt getragen.
- Nach auswärts oder einwärts gedrehte Ellenbogen. Zeheneng oder zehenweit, bodeneng oder bodenweit.
- Steile Hinterhand.
- Leichte Fassbeinigkeit, leichte Kuhhessigkeit oder Enghessigkeit.

Schwere Fehler
- Schwerfälliger, lymphatischer grobknochiger Körperbau.
- Ausgeprägter Stop
- Fleischfarbene oder gefleckte Nase (außer bei weißer Grundfarbe).
- Spitzer Fang. Durchgebogener (konkaver) Nasenrücken,
- Zangengebiss sowie partielle Zange.
(Bei Hunden im Alter von mehr als 4 Jahren hat eine sog. Alterszange keinen Einfluss auf die Bewertung, sofern ein Deutsch-Kurzhaar-Club bestätigt, dass auf einer vorherigen Zuchtschau ein korrektes Gebiss festgestellt wurde.)
- Deutlicher Karpfenrücken. Leichter Senkrücken.
- Erheblich fehlende Brusttiefe. Unausgeprägte Vorbrust. Zu flacher oder tonnenförmiger Brustkorb.
- Stark auswärts oder stark einwärts gedrehtes Ellenbogengelenk.
- Weiches, zu stark überstrecktes Vorderfußwurzelgelenk.
- Steilstehender Vordermittelfuß.
- Stark kuhhessig oder stark faßbeinig, sowohl im Stand wie auch in der Bewegung.
- Überbaute Hinterhand.
- Gespreizte Zehen.
- Flache Pfoten

- Schwerfälliges Gangwerk.
- Abweichungen von mehr als 2 cm von den genannten Widerristhöhen.

Ausschließende Fehler
- Grobe Abweichungen vom Geschlechtstyp.
- Fehlen von mehr als 2 von den insgesamt 4 P1 und 2 M3.
Fehlen eines Zahnes oder mehrerer Zähne (außer P1 und M3).
Nicht sichtbare Zähne gelt
en als fehlende Zähne, sofern nicht ein Deutsch-Kurzhaar-Club bestätigt, dass auf einer vorherigen Zuchtschau oder Zuchtprüfung deren Vorhandensein festgestellt wurde.
- Vor- oder Rückbiss, Kreuzbiss sowie alle Übergangsformen dazu.
- Überzählige Zähne außerhalb der Zahnreihe und mehr als 6 Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer
- Kiefer- und Lefzenspalt.
- Stark lose Lider, Ektropium, Entropium, Distichiasis (doppelte Wimpernreihe).
- Starker Senkrücken. Verkrümmung der Wirbelsäule.
- Deformierter Brustkorb, z.B. "abgesetzte Brust".
- Wolfszehen und Wolfskrallen.
- Jede Art von Wesensschwäche

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
 

Der Körperbau des Hundes

Umrisszeichnung

1. Nase (Nasenspiegel, Nasenschwamm)      10. Rücken (Lende)
2. Nasenrücken  11. Kruppe
3. Stirnabsatz (Stop) 12. Rutenansatz
4. Oberkopf 13. Unterbauch
5. Genick 14. Unterbrust
6. Nackengegend des Halses 15. Karpalballen
7. Widerrist 16. Vorderbrust
8. Eigentlicher Rücken 17. Kehlrand des Halses                           
9. Rückendelle 18. Fang

Das Gebiss des Hundes

 

Schematische Seitenansicht des Hundegebisses (linke Schädelseite)

Anmerkung:
Der Einfachkeit halber wurde bewusst die in deutschen  kynologischen Kreisen übliche Nummerierung der Prämolaren 
1 bis 4, beginnend vom Fangzahn von vorn nach hinten gewählt. Die internationale Nomenklatur bezeichnet den kleinsten hinter dem Fangzahn stehenden Prämolaren mit Nr. 4, den größten vor den Molaren mit Nr. 1.
Schematische Vorderansicht des Hundegebisses mit Schneidezähnen und Fangzähnen (die unteren Fangzähne stehen vor den oberen, die Schneidezähne sind mit Zahlen bezeichnet):

Oberkiefer                  

                 Unterkiefer


Schematische Darstellung verschiedener

Typen des Hundegebisses

(von links gesehen):

a) Korrekt! Scherengebiss
 

b) Bedingt korrekt! Zangengebiss
(Vorsicht bei Zuchtverwendung!)

 

c) Fehlerhaft!  Vorbeißer

d) Fehlerhaft!  Rückbeißer

aus www.deutsch-kurzhaar.de (DK-Verband e.V.)

 
Weimaraner oder Deutsch-Kurzhaar (DK) ?

Damals stand ich vor der Entscheidung Weimaraner oder Deutsch-Kurzhaar; optisch sind sie sich vom Körperbau sehr ähnlich. Beide Rassen hatten es mir angetan und so war eine Entscheidung nicht leicht. Ich habe mit mehreren Leuten, Jägern und Hundeführern gesprochen, schließlich war es eine ganz knappe, aber dennoch eindeutige Entscheidung.
Den Weimaraner finde ich einen ausgesprochen tollen Jagdhund, mit einer ausgeprägten optischen Eleganz, - durch Körperbau und Farbe. Dieser Hund wird einem nicht von der Seite weichen, er Jagd für sein Herrchen allein. Und dies ist wörtlich zu verstehen.... es kann gut sein, dass er auf mal mit einen Rehkitz oder Schmalreh im Fang freudig ankommt und einem ein Geschenk macht. Denn, der Weimaraner ist der kräftigste und größte unter den deutschen Jagdhunderassen. Früher wurde er oft von Förstern gehalten, denn er hat eine ausgesprochene Mannschärfe, die im Wald einen hohen Schutz vor "Gesindel" bietet.

Was auf der Jagd ein großer Vorteil ist - wenn der Jagdhund mit fester Hand geführt wird -, kann andererseits daheim zu Problemen führen. Bei der Mehrheit und bei konsequenter Erziehung wird es wohl nicht oft so sein, aber was ist im Fall wenn?  Der Weimaraner ist sehr stark führerbezogen. Dies können andere Jagdhunderassen auch sein, aber der Weimaraner ist hier sicherlich ein Paradebeispiel dafür. Für den Führer macht er alles, - konsequent. Man selber als Führer und  Alpha-Tier wird mit etwas Hundeerfahrung wohl keine Probleme bekommen. Was ist aber, wenn der Hund neben einem selbst keine oder nur wenig Andere neben sich duldet? Aus dem Bekanntenkreis ein Beispiel (mit dem Zusatz, dass der Weimaraner dort nicht jagdlich geführt wird und er dadurch unausgelasteter sein wird, als im jagdlichen Einsatz): hier akzeptiert er kein anderes Familienmitglied; handzahm in der Führerhand, traut sich kein anderes Familienmitglied mit ihm spazieren zu gehen. Was ist, wenn ggf. Kindernachwuchs in die Familie kommt und der Hund diesen nicht akzeptiert? Was ist, wenn man mal krank wird oder man mal länger weg sein muss? Selbst wenn er seine komplette Familie akzeptiert und dort ohne Probleme Gehorsam zeigt. Macht er das auch bei Dritten? Was ist, wenn er mal nicht jagdlich ausgelastet werden kann? Ein Weimaraner will extrem gefordert und gefördert sein, sonst schafft er sich selber die "nötige Entspannung" - wie immer die dann auch aussehen mag.

Nicht, dass hier etwas falsch verstanden wird, ich mag die grauen Jagdhunde wahnsinnig gerne. Und es kann auch gut sein, dass ich mir in meinem (hoffentlich noch langen (Jäger-)Leben) noch einen zulege - und den Hund ohne die geringsten Probleme führe. Nur, - man sollte einfach ein paar Punkte im Vorfeld klären und wissen, was kommen könnte und was man dann macht oder wie man damit umgeht. Fazit: Weimaraner sind unheimlich tolle Begleiter, - aber eben halt mit starkem Kopf und nicht immer einfach zu führen. Sie erfordern eine sehr sehr starke und konsequente Hand.

Der Deutsch-Kurzhaar war immer meine andere Präferenz. Er ist nur geringfügig kleiner als der Weimaraner (je nach Zuchtlinien kann er auch mal größer sein). Ebenfalls sehr elegant und durch das kurze Fell pflegeleicht. Es gibt ihn in mehreren farblichen Varianten (braun (selten schwarz), braun-weiß gefleckt (man sagt mit Platten), schimmelig braun oder grau, oder in weiteren Varianten (z.B. Körper weiß, Kopf braun usw.) Der DK ist mehr Familienhund, etwas gutmütiger als der Weimaraner (wenngleich das nicht mit weich zu verwechseln ist, wie z.B. eher beim Magyar Vizsla der Fall). Sehr gelehrig, in der Ausführung konsequent. Er kann Familienanschluss haben, kann aber auch als Zwingerhund gehalten werden, wenngleich er schon lieber bei seinem Mensch-Rudel sein möchte. Jagdlich wie gesagt ein Vollgebrauchshund. Klar, er wird nie DER Experte auf einem Gebiet sein, wie z.B. ein BGS auf Schweiß. Aber: 90% aller Nachsuchen wird er nach einer guten Ausbildung meistern. Dafür will ich ihn führen, und wenn er mal nicht weiterkommt, kann man immer noch einen Schweißexperten hinzuziehen. Ansonsten kann der DK sehr sehr viel und das ausgesprochen gut.

Natürlich benötigt auch der Deutsch-Kurzhaar viel Beschäftigung und viel Auslauf, sonst gibt es auch hier Probleme und er tanzt einem auf dem Kopf herum. Eine starke Hand erfordert auch er, Rüden (die nach meiner Meinung aufgrund des kräftigeren Fangs etwas schöner aussehen - dies ist aber subjektiv) meist etwas mehr.